Österreich

Wasser drohte beim Löschen zu gefrieren

Heute Redaktion
14.09.2021, 12:59

Die ganze Nacht waren Feuerwehrleute von sieben Feuerwehren in Bad Schallerbach (Bez. Grieskirchen) im Einsatz. Samstag gegen 17.30 Uhr war in einem Haus im Ortskern Feuer ausgebrochen, die Löscharbeiten dauerten bis 8 Uhr in der Früh an. Wegen der extremen Kälte drohte das Löschwasser immer wieder zu gefrieren.

Bei Minusgraden mussten die rund 100 Einsatzkräfte die Nacht über das brennende Haus löschen, aufgrund der Kälte drohte das Löschwasser bei rund Minus 10 Grad in den Schläuchen immer wieder zu gefrieren. "Wir haben es die ganze Zeit aufgedreht lassen, um das zu verhindern", so Bruno Roithmeier von der FF Bad Schallerbach, der den Einsatz leitete.

Doch nicht nur im Schlauch drohte das Wasser zu gefrieren. "Das Problem war, dass das Löschwasser rund um das Gebäude immer wieder gefroren ist. Wir mussten Salz streuen, damit niemand ausrutscht", so Roithmeier

Weil Stiegenhaus und Holzdecken laut Feuerwehr bei dem Brand eingebrochen sind, die Einsatzkräfte nicht in das Haus konnten, mussten mehrere Nachbarfeuerwehren nachalarmiert werden. Insgesamt waren bis Sonntagfrüh sieben Feuerwehren im Einsatz.

Bewohner im Spital

Die vier Bewohner konnten laut Rettung alle in Sicherheit gebracht werden. Ein Mann musste von der Feuerwehr gerettet werden, die anderen brachten sich selbst in Sicherheit. Der Mann wurde vom Roten Kreuz versorgt und mit einem zweiten Bewohner mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht.

Am Sonntagvormittag machten sich Brandermittler vor Ort ein Bild. Fest steht, dass das Feuer in einem Zimmer in der Wohnung eines 48-Jährigen im Erdgeschoss ausgebrochen ist. Laut Polizei dürfte die Brandursache fahrlässiger Umgang mit Rauchwaren oder offenem Feuer gewesen sein. Der Schaden beträgt rund 150.000 Euro.

 

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