Österreich

Wasser geht, Schlamm bleibt

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:57

Der strahlende Sonnenschein Donnerstagnachmittag machte erst das ganze Ausmaß der Verwüstungen in Niederösterreich sichtbar. Während die gröbste Hochwasser-Gefahr vorerst gebannt scheint, beginnt nun die Knochenarbeit. Häuser und Straßen müssen von den Schlammmassen befreit werden, auch das Heer hilft.

Der Schlamm steht teilweise kniehoch in den Gassen und Häusern. Es riecht intensiv nach ausgelaufenem Heizöl aus Tanks, die in überfluteten Kellern schwammen. Überall in den betroffenen Ortschaften im Mostviertel und an der Donau gleichen einander die Szenen. Trotz der Angst, dass erneute Regengüsse die Flut wieder ansteigen lassen könnten, beginnen die Menschen nun, ihre Häuser und Orte wieder bewohnbar zu machen.
Neben Tausenden Rettern der Feuerwehren hat das Militärkommando Niederösterreich auch 650 Soldaten mit schwerem Gerät als Hilfe zur Verfügung gestellt. Während in weiten Teilen des Mostviertels schon mit den Arbeiten begonnen werden konnte, wird sich der Beginn an der Donau noch verzögern. Der Pegel des Stromes reagiert nämlich naturgemäß langsamer, ein Rückgang des Hochwassers wird erst in den kommenden Tagen erwartet. Die Prognosen für das Wochenende sagen vereinzelte Gewitter voraus, die aber maximal zu lokalen Überschwemmungen führen können.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen