Welt

Wasser riss Mutter ihre Kinder aus den Armen

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:23

Nach dem verheerenden Tropensturm "Sandy" werden immer mehr Geschichten der mehr als 140 Todesopfer, die der Hurrikan in Nordamerika und der Karibik forderte, bekannt. Einer Mutter rissen die Wassermassen auf der Flucht ihre Kinder aus den Armen. Ein Polizist rettete sieben Menschen das Leben, ist aber seither verschwunden. Zudem wurde die Suche nach dem vermissten "Bounty"-Kapitän eingestellt.

Nach dem verheerenden Tropensturm "Sandy" werden immer mehr Geschichten der mehr als 140 Todesopfer, die der Hurrikan in Nordamerika und der Karibik forderte, bekannt. Einer Mutter rissen die Wassermassen auf der Flucht ihre Kinder aus den Armen. Ein Polizist rettete sieben Menschen das Leben, ist aber seither verschwunden. Zudem wurde die Suche nach dem vermissten "Bounty"-Kapitän eingestellt.

Die Zahl der Opfer, die "Sandy" forderte, steigt weiterhin. Immer mehr Vermisste werden gefunden. So wie zwei Brüder im Alter von zwei und vier Jahren. Die beiden Buben wurden im Schlamm auf Staten Island gefunden. Ihre Geschichte ist tragisch: Gemeinsam mit ihrer Mutter flüchteten sie vor dem Hurrikan, als sie von den Wassermassen überrascht wurden. Ihre Mutter drückte sie fest an sich, doch das Wasser war stärker und riss ihr die Kinder aus den Armen.

Polizist rettete Familie das Leben und starb Heldentod

Heldenhaft ist die Geschichte des erst 28-jährigen Polizisten Artur Kasprzak. Als er erfuhr, dass sein Haus in New York City überflutet wird, zögerte er keine Minute, um seiner Familie zu Hilfe zu eilen. Das Wasser stieg immer weiter und der tapfere Polizist brachte die Eingeschlossenen in den oberen Stockwerken in Sicherheit. Darunter befand sich auch sein erst 15 Monate alter Sohn und seine Lebensgefährtin.

Als er ein letztes Mal abtauchte, um nach dem Rechten zu sehen, kehrte er nicht wieder zurück. Am nächsten Morgen wurde er ertrunken gefunden. "Er war ein wirklich großartiger Kerl, sehr beliebt, der sehr profesionell und hart arbeitete", erinnerte sich sein Vorgesetzter Edward Winski. "Um ehrlich zu sein, zerreißt es einem das Herz. Er war ein mutiger Mann, der es liebte Polizist zu sein."

Suche nach "Bounty"-Kapitän eingestellt

Die US-Küstenwache stellte die Suche nach dem vermissten Kapitän des Filmschiffs "Bounty" ein. "Das ist eine der härtesten Entscheidungen, die wir fällen müssen", meinte Sprecher Doug Cameron. Die Hilfskräfte haben rund 90 Stunden nach dem 63-Jährigen aus Florida gesucht. Er war mit 15 weiteren Crewmitgliedern während des Sturms vor North Carolina in Seenot geraten. 14 Besatzungsmitglieder überlebten, eine Frau starb im Krankenhaus ().

Nicht alle Schicksale der Todesopfer sind so spektakulär, alle sind sie aber tragisch. Viele wurden einfach von der Naturkatastrophe überrascht. Einige der Opfer ertranken, wurden von Ästen erschlagen oder starben im eigenen Bett, als ein Baum auf ihr Haus fiel. Eine 23-Jährige starb, weil sie in eine Pfütze trat, in der ein loses Stromkabel lag. Sie traf ein tödlicher Stromschlag.

Nach wie vor Millionen ohne Strom

An Normalität ist in vielen betroffenen Gebieten nach wie vor nicht zu denken. Umso skurriler ist es, dass der Big Apple alles dafür tut, den berühmten New York Marathon wie geplant durchzupeitschen. Mittlerweile hagelt es dafür heftige Kritik (), da die Leute finden, dass es im Moment wichtigere Probleme gäbe.

Wie beispielsweise jenes der Stromversorgung. Nach wie vor sind Millionen ohne Strom. Mittlerweile gibt es vorsichtige Schätzungen, dass es noch etwa zwei Wochen dauern wird, bis wieder alle Haushalte am Netz hängen. Spezialisten der US-Army wurden nach New York geflogen, um bei der Reparatur zu helfen.

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