Österreich

Wasser-Wahnsinn: Mann im Bett weggeschwemmt!

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:59

Nach dem warmen und sonnigen Dienstag wütete Starkregen in der Nacht auf Mittwoch in Niederösterreich - die Wassermassen lösten wahre Schlammlawinen aus. Besonders betroffen waren die Bezirke Hollabrunn, Korneuburg und Tulln, wo es schwere Schäden gab und am Mittwoch die Aufräumarbeiten liefen. Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern verschärften die Situation.

Nach dem wütete Starkregen in der Nacht auf Mittwoch in Niederösterreich - die Wassermassen lösten wahre Schlammlawinen aus. Besonders betroffen waren die Bezirke Hollabrunn, Korneuburg und Tulln, wo es schwere Schäden gab und am Mittwoch die Aufräumarbeiten liefen. Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern verschärften die Situation.

Den dramatischsten Vorfall gab es in Großmugl bei Korneuburg: Dort konnte das Erdreich die Wassermassen nicht mehr halten und schließlich bahnte sich eine ein Meter hohe Schlammlawine ihren zerstörerischen Weg durch den Ort. Die Feuerwehr musste gegen 2 Uhr in der Nacht Menschen aus ihren Häusern retten, Sandsäcke wurden als Schutz gegen die Wassermassen aufgebaut.

Gehbehinderter mit Bett weggeschwemmt

Am Mittwoch bot sich ein Bild der Verwüstung, die Ortsdurchfahrt musste gesperrt bleiben. Ebenso machte eine Schlammlawine den Ort Herzogbirbaum unpassierbar. Schock auch in Merkersdorf bei Korneuburg: Hier trat eine Schlammlawine mit solcher Kraft auf, dass Fahrzeuge in ihren Garagen an die Decke gedrückt und schwer beschädigt wurden. Ein gehbehinderter 92-Jähriger wurde laut "ORF Niederösterreich" gar mit seinem Bett mehrere Meter weggeschwemmt.

Wie in ganz Niederösterreich mussten zahlreiche Keller ausgepumpt werden. Regionsweise fiel der Strom aus, Telefonleitungen wurden abgerissen.

Mutter ging Babynahrung aus - Alarm

Dramatisch lief ein Feuerwehreinsatz in Groß Stelzendorf ab - eine Mutter wandte sich mit ihrem Baby an die Einsatzkräfte, weil alle Straßen blockiert waren und sie keinen Weg mehr fand, um Babynahrung zu besorgen. In Breitenwaida konnte die Feuerwehr gar nicht ausrücken, da Bäume umstürzten und die Feuerwehrausfahrt verlegten. Verletzte wurden zum Glück bisher nicht gemeldet.

Am Mittwoch kämpften noch rund 40 Feuerwehren mit rund 300 Kameraden im gesamten Bezirk gegen den Schlamm. Am Vormittag waren dann die meisten Straßen wieder für den Verkehr freigeben. Gegen Mittag gab es noch noch Sperren in Großmugl und Herzogbirbaum.

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