Die Trockenheit hat heuer auch unsere heimischen Flüsse und Seen ordentlich erwischt. Weil das Wasser so niedrig war und die Hitze dazugekommen ist, gab es kaum Sauerstoff im Wasser. Inzwischen hat sich das zwar durch die kühleren Temperaturen etwas gebessert, aber die Wassermenge bleibt weiterhin zu gering, wie orf.at berichtet.
Gregor Gravogl, Landesgeschäftsführer vom Fischereiverband Niederösterreich, sagt gegenüber dem "ORF NÖ": "Es braucht deutlich mehr Wasser, um die Folgen des Sommers wieder auszugleichen."
Laut Fischereiverband würde es zumindest zwei Wochen mit leichtem Regen brauchen, damit sich die Lage entspannt. Kommt zu viel Regen auf einmal, kann der Boden das Wasser nicht aufnehmen. Für die kommenden Monate hoffen die Verantwortlichen auf ordentlich Niederschlag und einen schneereichen Winter.
Sollte der Regen ausbleiben, drohen ernste Folgen. Gravogl rechnet mit einem "Rückgang des Grundwassers, dadurch ein Problem für die Versorgungssicherheit, die Bewässerung der Felder, das gehört alles zusammen. Also das ist kein Problem der Fischerei an sich, sondern das ist ein Problem, das uns dann alle treffen wird".
Wegen des Wassermangels werden es auch die Fische schwer haben. "Es wird sich dann auf die Jungfischbestände auch auswirken. Wenn nichts nachwächst, dann werden auch keine anderen Fische mehr hervorgehen." Das wirkt sich mit der Zeit stark auf den gesamten Bestand aus, so Gravogl.
Ein Lichtblick sind ökologische Maßnahmen wie Renaturierungen. "Der Fluss braucht Raum und wenn wir diesen Raum nicht zur Verfügung stellen, sind wir anfälliger für Hochwasser und Dürreperioden. Das heißt, wenn wir renaturieren, wenn wir die Ufer wieder zurückbauen, wenn wir dafür sorgen, dass der Fluss Raum bekommt und auch Beschattung, dann werden wir den Lebensraum erhalten können", erklärt Gravogl.
Der Landesfischereiverband Niederösterreich hat heuer eine Million Euro an Förderungen für solche Maßnahmen bereitgestellt. Auch im nächsten Jahr steht diese Summe wieder zur Verfügung.