Wassermelone gegen Muskelkater - wie geht das?

Trinken und Essen in einem: Wassermelone.
Trinken und Essen in einem: Wassermelone.Getty Images
Süß, saftig und voller Vitamine und Mineralstoffe: Wassermelonen sind der ideale Sommersnack. Doch das Kürbisgewächs hat noch mehr auf Lager.

Wenn die Temperaturen jetzt sommerlich werden, ist es wichtig, den Körper hydriert zu halten. Mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu trinken, hält die Haut feucht, beugt so Faltenbildung vor und hilft vor dem sommerlichen Hitzekollaps. Wem es bei 30 Grad nach einem Snack gelüstet, dem sei die Wassermelone empfohlen: Süß, erfrischend und dazu noch kalorienarm - 100 Gramm haben etwa 38 Kalorien, da sie zu 93 Prozent aus Wasser besteht. Damit kann sie auch zu den Durstlöschern gezählt werden.

Saftige Vitaminbombe

Das Kürbisgewächs ist eine Vitaminbombe. Neben einem hohen Gehalt an Carotinoiden, vor allem Lycopin, enthält die Wassermelone mit Vitamin C, Eisen, Natrium, Vitamin B6 und B1, Magnesium und Kalium eine ganze Reihe weiterer wertvoller Nährstoffe. Damit stärkt sie das Immunsystem, schützt vor Augenkrankheiten und Krebs und reduziert das Risiko an Arteriosklerose oder Arthritis zu erkranken. Zudem hat sie eine entzündungshemmende Wirkung und ist gut für Herz und Gefäße

Carotinoide sind als sekundäre Pflanzenstoffe, die  Früchten und Gemüse eine gelbe bis rote Färbung geben. Als Vorstufe des Vitamin A, wird es vom menschlichen Körper in Vitamin A umwandelt. Sie spielen eine bedeutende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Immunabwehr. Dadurch schützen sie vor Infektionskrankheiten und fördern die Bekämpfung von Krebsgeschwüren. Da Vitamin A ein Bestandteil des Sehpigments im Auge ist, dienen Carotinoide insbesondere zum Erhalt der Sehkraft.

Lycopin zählt zu den wichtigsten Carotinoiden. Lycopin wirkt antioxidant, fängt freie Radikale ein und vernichtet sie. So wird die Abwehrkraft des Körpers gestärkt.

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Wirkung auf den Muskelkater

Auch nach dem Workout kann ein Glas Wassermelonensaft erfrischend und heilsam sein. Wie im Journal of Agricultural and Food Chemistry berichtet wird, haben spanische Forscher der Universidad Politécnica de Cartagena getestet, welche Wirkung natürlicher Wassermelonensaft auf die Entstehung von Muskelkater hat. Dazu wurden zwei Varianten von Wassermelonensaft getestet. Einer wurde extra zusätzlich mit L-Citrullin angereichert und ein Getränk blieb naturbelassen.

Der Name der Aminosäure L-Citrullin geht auf die wissenschaftliche Bezeichnung der Wassermelone "Citrullus lanatus" zurück.

Das Ergebnis: Saft aus Wassermelonen, egal ob natürlich oder mit Aminosäure angereichert, mildert Muskelkater und Beschwerden durch übersäuerte Muskeln nach dem Sport. Dabei konnte der Körper das im natürlichen Saft enthaltene, unbehandelte L-Citrullin leichter verwerten als das künstliche.

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