Watschn für Lehrerin: Mutter muss ins Gefängnis

Vor den Augen der Schüler schlug die Frau zu. (Symbolbild)
Vor den Augen der Schüler schlug die Frau zu. (Symbolbild)Bild: picturedesk.com

Da geriet die Sprechstunde offenbar außer Kontrolle: Eine fünffache Mutter aus Frankreich ohrfeigte die Lehrerin ihrer Tochter. Nun setzte es eine einjährige Haftstrafe.

Die Familienmutter war nach der Urteilsverkündung komplett verzweifelt, wie "Le Pays" berichtet. Geschockt waren aber auch die Anwältin der Klägerin sowie die gewatschte Lehrerin selbst.

Die Juristin erklärte, dass ihre Mandantin lediglich das ihr "zugefügte Unrecht" deutlich machen wollte. Es sei nicht ihre Absicht gewesen, eine Familienmutter ins Gefängnis zu stecken.

Das Gericht entschied aber genau das: Zwölf Monate Haft, ohne Bewährung. Das geht weit über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Diese verlangte nämlich sechs Monate Haft und sechs weitere auf Bewährung.

"Sie hörte nicht auf"

Ausschlaggebend war eine Auseinandersetzung der fünffachen Mutter und der Lehrerin ihrer Tochter, die bereits im März vergangenen Jahres stattfand: Die Frau entdeckte nämlich eine Beule am Kopf ihres Kindes. Dafür machte sie die Pädagogin verantwortlich.

Vor Schülern und Eltern stellte die Mutter die Lehrerin zur Rede. Der Streit geriet dann plötzlich außer Kontrolle, als die Frau der Pädagogin eine Watschn verpasste. Anschließend riss sie die Lehrerin am Zopf und am Schal. Nach dem Vorfall ließ sich das Opfer für drei Tage krankschreiben: "Sie hörte nicht auf, mich zu schlagen, ich konnte mich nicht verteidigen, nur mein Gesicht schützen", meinte sie vor Gericht.

(slo)

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