immer so instabil und Ostern meistens winterlich in Österreich? Heute.at hat nachrecherchiert.
April, April, der macht, was er will! So trösten sich viele Österreicher über das launische Wetter im April hinweg. Mal Regen, mal Sonnenschein und im nächsten Moment zieht der Himmel seine Wolkenvorhänge vor. Aber wieso spielt gerade im April das Wetter so verrückt?
Das unbeständige Wetter hat natürlich nichts mit einem verärgerten Wettergott zu tun. Viel eher liegt es an starken kühlen Winden aus nordwestlicher Richtung. In Südeuropa erwärmt sich die Luft Anfang des Frühlings schneller als über Nordeuropa. Dadurch kommt es zu einer enormen Temperaturdifferenz. An der Grenze zwischen Nord und Süd versucht die Lufttemperatur den Unterschied auszugleichen. Und diese Grenze liegt genau über uns, über Mitteleuropa.
Wenn sich also die warme südliche Luft mit der kalten feuchten Luft aus dem Norden vermischt, steigt die erwärmte kalte Luft vom Festland auf und bildet sichtbare Wolken am Himmel. Über diesen Wolken befindet sich noch die wärmere Luft aus dem Süden Europas, die gezwungen wird abzusinken. Dabei erwärmt sie sich immer mehr, bis sie schließlich die Wolken wieder auflöst.
Wegen diesem ständigen Hin und Her von warmer und kalter Luft entsteht das typische Aprilwetter mit seinem kräftigen Wind, den kurzen Graupelschauern und den zum Teil wolkenfreien Tagen.
Doch dieses Wetter hat auch etwas Gutes: Aufgrund des ständigen Wechsels zwischen kurzem Regen und Sonnenschein kann man im April die schönsten Regenbögen bestaunen.
Vanessa Traxler