Schon am Mittwoch haben es die Spatzen von den Dächern gepfiffen, nun wird das überraschende Engagement von Oliver Glasner bei Premier-League-Klub Nottingham Forest immer konkreter. Zumindest hat der Tabellen-16. der abgelaufenen Premier-League-Saison am Donnerstagabend offiziell das Aus seines bisherigen Coaches Vitor Pereira bekannt gegeben.
Pereira war erst im Februar beim Premier-League-Team engagiert worden, hatte es auf 20 Spiele gebracht, dabei einen Punkteschnitt von 1,5 erzielt. Nun folgte die Trennung. Schon in den letzten Tagen galt der Portugiese als mehr als nur angezählt.
"Nottingham Forest kann bestätigen, dass Vitor Pereira sein Traineramt zurückgelegt hat, nachdem er eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag gezogen hat", erklärte der Premier-League-Klub. Eigentlich wäre das Arbeitspapier des Portugiesen noch eine Saison lang gelaufen. Auch sein gesamtes Trainerteam hat den Klub verlassen.
"Wir möchten Vítor und seinem Team unseren aufrichtigen Dank für ihren großen Einsatz und ihr Engagement während ihrer Zeit im Verein aussprechen.", erklärte Nottingham Forst. Und ergänzte: "Alle bei Nottingham Forest sind dankbar für ihren großen Einsatz sowie für die Beziehungen, die sie zu unseren Spielern, Mitarbeitern und Fans aufgebaut haben."
Damit scheint nun der Weg frei zu sein für Oliver Glasner. Etwas überraschend hatte der englische "Telegraph" bereits am Mittwoch berichtet, dass Österreichs Star-Trainer kurz vor der Unterschrift beim Tabellen-16. der abgelaufenen Premier-League-Saison sei. Das kommt auch deshalb überraschend, weil der 51-Jährige zuletzt kurzfristig sogar als Topkandidat beim AC Milan galt, die Italiener entschieden sich aber für Ruben Amorim.
Damit wäre der österreichische Top-Trainer der bereits fünfte Nottingham-Coach innerhalb eines Jahres, nach Nuno Espirito Santo, Ange Postecoglou, der nur acht Spiele erhalten hatte, Sean Dyche und eben Pereira.
Glasner hatte Crystal Palace in der abgelaufenen Saison auf den 15. Tabellenplatz geführt. Mit den Südlondonern holte er den FA Cup, den Community Shield und zuletzt auch den Titel in der Conference League.