Nun gehts um den höchsten Schadenersatz, der in Österreich je ausbezahlt wurde: Bakary J., der von vier Polizisten fast tot geprügelt wurde, will 384.000 Euro. Ein Gutachten könnte dies verhindern.
Nun geht’s um den höchsten Schadenersatz, der in Österreich je ausbezahlt wurde: , der von vier Polizisten fast tot geprügelt wurde, will 384.000 Euro. Ein Gutachten könnte dies verhindern.
Als Bakary J. (42) sich 2006 gegen seine Abschiebung nach Gambia wehrte, sahen vier Wega-Polizisten rot, zerrten ihn in eine Lagerhalle und schlugen ihn beinahe tot. Folge: massive Schädelverletzungen und ein schweres Trauma. Das attestierte die renommierte Sachverständige Sigrun Roßmanith in einem von der Staatsanwaltschaft beauftragten Dossier.
Gestützt auf diesen Befund wurden die Beamten verurteilt, 494.000 Euro Schadenersatz sollten fließen. Vorab wurden dem Opfer 110.000 Euro überwiesen. Die noch ausständigen 384.000 Euro will Bakary J. am Donnerstag erwirken.
Doch im Wiener Justizpalast droht der nächste Schlag: Wegen einer neuen Expertise könnte sein Antrag abgelehnt werden, ärgern sich die Anwälte Niko Rast und Susanne Kurtev: "Sinngemäß steht da, dass unser Mandant nichts hatte und nicht traumatisiert ist. Das ist eine Sauerei." Besonders skurril: "Eines der beiden Gutachten muss definitiv falsch sein. Ich fordere also ein Obergutachten", erklärt Rast.
Bakary J.: "Ich verstehe das nicht. Noch heute wechsle ich, wann immer ich Polizei sehe, die Straßenseite."