Der freie Zugang zu Wegen in den Bergen hat am Freitag einen "Runden Tisch" von Grundeigentümern, Jägern und Vertretern alpiner Vereine und der Seilbahnen in Innsbruck beschäftigt. Wie Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) im Anschluss bekräftigte, sollen Sperrgebiete oder Tabuzonen verhindert werden. Erreicht werden soll das durch gegenseitige Rücksichtnahme und verstärkte Bewusstseinsbildung.
Der freie Zugang zu Wegen in den Bergen hat am Freitag einen "Runden Tisch" von Grundeigentümern, Jägern und Vertretern alpiner Vereine und der Seilbahnen in Innsbruck beschäftigt. Wie Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) im Anschluss bekräftigte, sollen Sperrgebiete oder Tabuzonen verhindert werden. Erreicht werden soll das durch gegenseitige Rücksichtnahme und verstärkte Bewusstseinsbildung.
Der Wald sei Lebensraum für Pflanzen und Tiere und soll als Erholungsraum für Bevölkerung und Gäste gleichermaßen zugänglich bleiben, aber auch seine Funktion für die Jagd sowie für Land- und Forstwirtschaft erfüllen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die verschiedenen Nutzerkreise - vor allem auch die Grundeigentümer - miteinander in Dialog treten, Entwicklungen diskutieren und Lösungsvorschläge erarbeiten.
Jäger und Seilbahner an einem Strang
Eine Allianz aus Jägern, Seilbahnern und dem Alpenzoo forderte zuvor Verbote und Schutzgebiete für Wildtiere. "Jogger kommen rund um die Uhr aus irgendwelchen Büschen hervor, Mountainbiker suchen die steilsten Abfahrten und Skitouristen brüsten sich mit der längsten Nachtskitour und den steilsten, abgelegensten Karen, in die sie sich abgeseilt haben", kritisierten etwa Landesjägermeister Anton Larcher und Seilbahnsprecher Franz Hörl gegenüber der "Tiroler Tageszeitung".
Der Alpenverein hatte die Zweckallianz hingegen als "fragwürdig" bezeichnet. Gerade die Seilbahner würden mit immer neuen Erschließungen immer mehr auf Freeride-Gebiete setzen, sagt Liliana Dagostin vom Naturschutzreferat des Alpenvereins.
"Verbote nicht durchführbar"
"Die Freiheit in den Bergen muss bleiben. Gesetzliche Verbote bringen nichts und sind auch nicht exekutierbar", wurde Platter zitiert. Unbestritten sei, dass es durch vermehrte Freizeitaktivitäten und neue Sportarten in manchen Gebieten zu Nutzungskonflikten kommen könne. "Im Tiroler Wald und auf den Bergen haben alle Platz. Wir setzen nicht auf Verbote, sondern auf Dialog und auf ein rücksichtsvolles Miteinander von Sport und Freizeit, Jagd, Land- und Forstwirtschaft mit Respekt vor der Natur", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.
Gut funktionierende Beispiele für solche Lenkungsmaßnahmen gebe es bereits in Tiroler Regionen und den Nachbarbundesländern. Ziel sei es, gemeinsam ein Programm zur Bewusstseinsbildung für ein rücksichtsvolles Miteinander aller betroffenen Nutzergruppen zu gestalten. Ansprechpartner und Koordinationsstelle für alle Erholungs-, Erlebnis- und Freizeitangebote ist die Landesforstdirektion.
Im November vergangenen Jahres hatte der Tiroler Landtag die Landesregierung mit der Durchführung eines Programms zur Bewusstseinsbildung für ein Miteinander von Sport und Freizeit, Tourismus sowie Jagd- und Forstwirtschaft beauftragt. Diesem Auftrag soll nunmehr mit dieser Initiative entsprochen werden, wurde betont.
Im niederösterreichischen Bezirk Lilienfeld sorgte ein Fall um vier Mountainbiker kürzlich für Aufregung. Die Radler müssen .