Schock für den ehemaligen Wehrmann Dominik Ascher (22) aus Purkersdorf (NÖ). Das Bundesheer droht ihm jetzt mit Exekution. Der Grund: Schlappe 2,02 Euro wegen einer Sporthose!
Da steht der Amtsschimmel stramm: Dem Ex-Rekruten Dominik Ascher (22) flatterte ein Jahr nach dem Abrüsten aus der Kaserne Langenlebarn (NÖ) eine Zahlungsaufforderung vom Heeres-Personalamt ins Haus. Betrag: 2,02 Euro! Beigelegt die Androhung einer Gehalts- bzw. Fahrnisexekution bei Nichteinzahlung. Wofür bezahlt werden soll, steht nicht im Bescheid.
Dominiks einzige Erklärung: "Mir hat damals eine Sporthose gefehlt, die habe ich aber bezahlt. Beleg bekam ich allerdings keinen." Seine Mutter, Michaela Dabsch, nahm sich jetzt der Sache an - ein mühsamer Slalom durch die Amtstsuben begann. Drei Anrufe im Heeresamt bisher brachten nichts ein, niemand wusste Bescheid.
Mama Dabsch erbost: "Was da läuft ist Steuergeldvernichtung! Der offene Betrag steht in keinem Verhältnis zum Aufwand." Die Maklerin blieb hartnäckig - mit Erfolg: Das Heeres-Personsalamt reagierte letztlich versöhnlich und verzichtet auf die Nachzahlung.
Karl Steinbacher