FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sprach in einer Aussendung von einer versuchten Opfer-Täter-Umkehr bei den Ausschreitungen bei den Demonstrationen gegen den Akademikerball durch die Linke und ortete "Gewaltexzesse der linksfaschistischen Stiefeltruppen". Die rot-grüne Stadtregierung sei rücktrittsreif, denn sie habe die Demonstranten unterstützt und Exzesse billigend in Kauf genommen.
durch die Linke und ortete "Gewaltexzesse der linksfaschistischen Stiefeltruppen". Die rot-grüne Stadtregierung sei rücktrittsreif, denn sie habe die Demonstranten unterstützt und Exzesse billigend in Kauf genommen.
müsse nunmehr auch die Frage nach der politischen Verantwortung gestellt werden", so Strache. Personen, die "die Wiener Innenstadt zum Schlachtfeld gemacht haben", würden mit Steuergeldern dafür belohn werden, etwa mittels einer Förderung der "Garage X Theater Petersplatz", in der die Demonstranten eine "Aftershowparty" gefeiert hätten.
SPÖ widerspricht Darstellung
Dem widerspricht die SPÖ: "Die Veranstaltung NOWKR-Aftershow Party ist eine eigenständige Veranstaltung des gastronomischen Pächters an der GARAGE X, die in keinster Weise vom Kulturbudget des Theaters und damit der Stadt Wien subventioniert wird", so SP-Kultursprecher Ernst Woller. "Die Party hat nichts mit der künstlerischen Bespielung des Theaters zu tun. Kein einziger Cent Steuergeld wurde dafür aufgewendet."
"Von Politikern aufgehetzt"
Die zudem von den "verantwortungslosen Politikern derart aufgehetzt" worden, dass dadurch sämtliche Schranken gefallen seien. Ob mit jenen Parteien, die sich mehr oder weniger offen zu Gewaltgruppierungen bekennen, künftig politische Arbeit überhaupt möglich sei, werde man auch anhand der Reaktionen der kommenden Tage beurteilen müssen, so Strache.
Grüne sehen Schuld bei FPÖ
"Es ist erfreulich, dass Tausende gegen den rechten Mummenschanz friedlich auf die Straße gegangen sind und für ein nazifreies Österreich demonstriert haben", so der Grüne Abgeordnete Harald Walser im Gegenzug. "Leider ist die Provokationsstrategie der FPÖ aufgegangen und hat zu vereinzelten geführt." Das Verhalten der Polizeiführung hält der Grüne für unverantwortlich. "Beamte wurden unnötigerweise in vermeidbare Situtationen geführt."
Polizei will kein Polit-Spielball sein
"Jede Polizistin, jeder , wenn es darum geht in einer politisch aufgehetzten Stimmung gegen eine kleine, aber gewaltbereite Gruppe vorzugehen. Der Einsatz von Gewalt ist für keine Polizistin, für keinen Polizisten leicht, aber, wie die gestrigen Vorfälle zeigten, in Ausnahmefällen notwendig. Das bedeutet eine besondere Belastung für Polizistinnen und Polizisten", erklärte dazu der Vorsitzende der Personalvertretung der Wiener Polizei, Harald Segall, und appellierte, Polizisten nicht zum Spielball politischer Auseinandersetzungen zu machen.