"Immer wenn ich telefonieren wollte, war da nur ein Knacken in der Leitung. Ein normales Gespräch war unmöglich", schildert Lieselotte. Die 82-Jährige hat bereits viel Zeit in der Warteschleife von Magenta verbracht. Der Grund: Der Handy-Empfang in ihrer Wohnung lässt sehr zu wünschen übrig.
"Ich habe echt mit vielen Technikern telefoniert. Ich muss alle loben, sie waren sehr nett. Wirklich geholfen hat aber niemand", erzählt Lieselotte. Sie lebt seit 25 Jahren in ihrer Wohnung in Wien-Margareten, konnte früher immer telefonieren. Zu dicke Wände sind also eher nicht der Grund für den fehlenden Empfang ihres Telefons.
Lieselotte hat also alle Empfehlungen der Magenta-Techniker befolgt. "Ich habe die Sim-Karte getauscht, hab mir sogar ein neues Handy gekauft. Nichts hat geholfen", schildert die 82-Jährige. "Ich will halt, dass das funktioniert. Telefonieren ist ja das wichtigste am Handy", fügt sie hinzu.
Nach einem halbem Jahr an fehlendem Handy-Empfang rief Lieselotte wieder bei der Hotline an. Dort bekam sie eine besondere Erklärung für ihr Problem. Ihr günstiger Senioren-Tarif um zehn Euro monatlich soll schuld sein. "Weil ich nur so einen billigen Tarif habe, wurde mir gesagt, dass mein Handy als erstes abgeschalten wird, wenn die Leitung überlastet wird." Für Lieselotte machte diese Erklärung im ersten Moment Sinn. In der Gegend wurde gerade neu gebaut, die Leitung dürfte also wirklich überlastet sein.
Mit dieser Erklärung schloss die 82-Jährige schließlich einen neuen Tarif ab. Sie zahlte also fünf Euro mehr im Monat und hatte in den ersten Wochen sogar wirklich besseren Empfang. "Eigentlich lächerlich. Alle waren zwar sehr bemüht, aber die Wahrheit hatte erst die letzte Person für mich", so die Seniorin.
"Heute" fragte darauf hin bei Magenta nach. Dort ist man mit den Angaben, die Lieselotte erhalten hat, aber nicht zufrieden. Ein Sprecher meint: "Es tut uns Leid, dass Frau G. diese Erfahrung machen musste. Die Auskünfte, die sie erhalten hat, waren in diesem Fall leider nicht hilfreich. Die Information über angebliche Netzabschaltungen ist schlichtweg nicht korrekt. Unsere Service-Mitarbeiter sind immer bemüht, die Magenta Kundinnen und Kunden bestmöglich zu betreuen. In diesem Fall hat das leider zugegebenermaßen nicht funktioniert. Wir werden mit Frau G. umgehend Kontakt aufnehmen und mit ihr eine zufriedenstellende Lösung finden, die sie als Kundin wieder glücklich macht."
Gemeinsam hat man nun eine Lösung gefunden. Lieselotte telefoniert jetzt über VoWIFI, also über W-Lan, da der Mobilfunkempfang in ihrer Wohnung nicht garantiert werden kann. Dass ihr damals ein teurerer Vertrag verkauft wurde, bedauert man sehr. Er wurde zurückgesetzt, die zusätzlichen Kosten werden der Seniorin nun gut geschrieben. Und sie ist froh, wenn sie nun endlich wieder telefonieren kann.