Mit den hohen Temperaturen kommt es leider auch wieder zu Fehlfunktionen veralteter oder schlecht gewarteter Thermen. Ist der Abzug gestört, gelangen Abgase in den Raum zurück, wodurch die Bewohner Kohlenmonoxid einatmen. Am Montag erlitten zwei Familien in Wien Rauchgasvergiftungen, in der Nacht auf Dienstag wurde eine bereits bewusstlose Frau in Linz in letzter Sekunde gerettet.
Mit den hohen Temperaturen kommt es leider auch wieder zu Fehlfunktionen veralteter oder schlecht gewarteter Thermen. Ist der Abzug gestört, gelangen Abgase in den Raum zurück, wodurch die Bewohner Kohlenmonoxid einatmen. Am Montag erlitten zwei Familien in Wien Rauchgasvergiftungen, in der Nacht auf Dienstag wurde eine bereits bewusstlose Frau in Linz in letzter Sekunde gerettet.
Am Montagabend war eine fünfköpfige Familie in der Gärtnergasse in Wien-Landstraße betroffen. Ein 14-jähriges Mädchen brach beim Duschen zusammen, der Vater alarmierte sofort die Einsatzkräfte. Die ganze Familie wurde ins Krankenhaus gebracht.
Seine Tochter hatte eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Bei den restlichen Familienmitglieder, darunter auch zwei Kinder im Alter von zehn und zwölf Jahren, bestand der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung.
Es war nicht der erste derartige Fall am Montag. Bereits um 1:40 Uhr kam es in einer Wohnung in der Hanakgasse in Wien-Penzing zu einem Gasgebrechen. Drei Personen wurden von der Rettung ins Krankenhaus gebracht.
Mitbewohner rettete Frau (26) in Linz
In der Nacht auf Dienstag wurde in Linz eine 26-Jährige von ihrem Mitbewohner (37) gerettet. Der Mann leistete erste Hilfe, beide wurden vom Notarzt leicht verletzt ins Spital eingeliefert.
So entsteht die Gefahr
Bei Hitze könne im Fang ein "Luftstoppel" entstehen, der Abzug der Gasthermen funktioniert dann nicht oder nur schlecht, warnte die Wiener Landesinnung der Rauchfangkehrer. "Der Abgaswächter spricht meistens an und moderne Geräte gehen auf Störung", so die Experten. Bei älteren Geräten kommen die Abgase in den Raum zurück. Zu Kohlenmonoxidunfällen (CO-Unfällen) kommt es meist dann, wenn durch nicht gewartete Gasfeuerstätten hohe CO-Konzentrationen entstehen und Abgase in den Raum ausströmen.
Wie Sie sich schützen können
Auch bei hohen Außentemperaturen sollte daher vor Inbetriebnahme, falls vorhanden, ein Fenster in jenem Raum geöffnet werden, in dem das Gerät steht. Geht das nicht, "muss während des Betriebes die Türe geöffnet bleiben und im nächsten Raum ein Fenster geöffnet werden", raten die Rauchfangkehrer. Vollbäder sollten vermieden werden.
Langfristig könne man sich mit einem kleinen Umbau absichern, wobei ein drehbarer Aufsatz montiert wird, der bereits beim geringsten Wind Auftrieb erzeugt, bzw. mit einer Umstellung auf eine Gasfeuerstätte mit Gebläse.