Johannes Riegler (45) aus Rainfeld (NÖ) versteht die Welt nicht mehr: Trotz nur zwei Seidel Bier am Steuer muss der Firmenchef 550 Euro zahlen und zur Nachschulung. Schuld: ein Nasenspray.
Ungläubig schaut der schwere Schlafapnoiker (Atemstillstände während der Nacht) auf den Bescheid der Behörde. "Ich habe nach einem Geschäftsessen selbst einen Vortest gemacht - 0,1 Promille. Wie jeden Abend nahm ich meinen Nasenspray und kurz darauf fuhr ich in die Polizeikontrolle", erzählt der Raumausstatter.
Dann die kalte Dusche: Der Alkomat der Beamten zeigte 0,5 Promille Alkohol. Ein Bluttest war nach Mitternacht in der Einöde nicht möglich. Folge: 550 Euro Strafe plus Nachschulung. Der Unternehmer ist sich aber ganz sicher: "Der Nasenspray enthält Alkohol, darum war der Wert so hoch." Mehrere Expertenmeinungen unterstreichen seine Theorie.
Die Beweislast liegt jedoch beim Unternehmer. Riegler kämpft mit seinem Anwalt weiter gegen die 550 Euro-Strafe - die Kosten des Juristen betragen bisher schon beachtliche 3.000 .
Joachim Lielacher