Seit mehreren Tagen warnen Geschäfte und Supermarkt-Ketten davor, dass sie bald wegen Personalmangels schließen müssen. Sie fordern, die Quarantäne auf fünf Tage zu verkürzen, das kommt bei Regierungschef Boris Johnson jedoch nicht in Frage.
Insgesamt befinden sich rund eine Million Menschen in Großbritannien unter Quarantäne, fast alle Bereiche sind davon betroffen. Trotzdem weigert sich die Regierung in London, die Quarantäne für vollständig Geimpfte von sieben auf fünf Tage zu verkürzen. Frankreich und die USA haben diesen Schritt bereits gesetzt.
In englischen Medien schreibt man bereits von einer "Selbstisolations-Farce", die kritische Teile der Infrastruktur auf der Insel trifft. Leere Regale, gestrichene Zugverbindungen sowie Ausfälle der Müllabfuhr sind ein immer öfter vorkommendes Szenario. In Teilen der Stadt Birmingham türmt sich auf Straßen bereits der nicht abgeholte Müll. Medien sprechen von "Zuständen wie in Slums".
Fast jedes sechste englische Krankenhaus hat wegen der Belastungen durch die Omikron-Mutante den Ernstfall ausgerufen. Dies ist dann der Fall, wenn die Verantwortlichen der Meinung sind, dass notwendige Operationen nicht mehr gewährleistet werden können. Aktuell betreffe dies 24 der 137 Krankenhausstiftungen in England, zu denen meist mehrere Spitäler gehören, wie Grant Shapps, der britische Verkehrsminister am Donnerstag mitteilte.