Wegen U-Bahn verlieren Dörfer den Bus nach Wien

Weil die U1 verlängert wurde, kürzten die Wiener Linien die Busroute des 17A. Das sorgt bei vielen Menschen für Unmut.

Rund 200 Menschen gingen am Donnerstagvormittag in Oberlaa auf die Straße - trotz der eisigen Kälte. Zu groß ist die Wut der Bewohner aus Rothneusiedl, Unterlaa und Oberlaa. Der Grund: Die Route des 17A wurde einfach gekürzt. Das ist eine riesengroße Last für die Dorfbewohner.

Gegenüber "meinbezirk" erklärt einer der Initiatoren, Rudi Wieselthaler das Problem: "In einer Viertelstunde bin ich jetzt von Zuhause beim Stephansdom. Wenn ich aber unsere Oberlaaer Kirche besuchen möchte, dann brauche ich länger und muss öfter umsteigen"

Besonders problematisch sei die Situation für Senioren und Kinder. Die Schüler müssten nun teilweise zwei Mal umsteigen, um in die Schule zu kommen. Auch wenn man zum Arzt will, kann es länger dauern, als wenn man in die Innenstadt fährt.

Demos für Verbesserung

Konkret geht es den Bewohnern darum, dass es nun keinen Bus gibt, der Oberlaa, Unterlaa und Rothneusiedl miteinander verbindet. Die Routen wurden mit der U1-Verlängerung gekappt. Zwar schätze man die Arbeit der Wiener Linien, jedoch scheint man die Dörfer derzeit außen vor zu lassen. Gerhard Blöschl (SPÖ), Vorsitzender der Favoritner Verkehrskommission, erklärt, dass Gespräche bereits stattgefunden hätten. Eine Lösung gäbe es aber noch nicht.

Nun möchten die Bewohner ihren Unmut in der Form von Demonstrationen deutlich machen. So lange, bis eine Verbesserung auf der Agenda steht. (slo)

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