Wirtschaft

Wegen Zechprellern rüsten Taxler Autos mit Kameras

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:26

Österreichweit beklagen immer mehr Taxifahrer, dass Fahrgäste aus dem Taxi flüchten, ohne den Fuhrlohn zu bezahlen. Selbst dass diese Zechpreller vor Gericht landen und selbst bei kleinen Beträgen hinter Gitter wandern können, löst das Problem nicht. Deswegen rüsten viele Taxler ihre Fahrzeuge nun mit Kameras aus.

Besonders zur Ballsaison ließen sich laut den Taxlern viele Fahrgäste vom Lenker zum Bestimmungsort bringen und nehmen dort die Beine in die Hand. Eine beliebte Masche sei auch, bei einem Bankomaten stehenzubleiben, um Geld zu beheben - jedoch danach nicht zum Taxi zurückzukehren. "Das ist ein österreichweites Problem", erklärt Gerhard Lang vom Bundeskriminalamt gegenüber dem Radiosender "Ö3".

Dabei ist die Sache kein Kavaliersdelikt, denn: Wird ein Zechpreller ausgeforscht, landet er vor Gericht. Kommt es zu einer Anklage, dann setzt es schnell eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten. Aufgrund der vermuteten hohen Dunkelziffer seien Taxler aufgerufen, jeden Fall zu melden. Die Taxler selbst reagieren aber auch. Viele rüsten ihre Fahrzeuge mit Kameras aus, um im Fall der Fälle Beweismaterial zu haben. Und manche kassieren den Fuhrlohn schon vor Fahrtantritt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen