Einen langen Traum erfüllen, das Geld für schwierige Zeiten zur Seite legen, Scheine für den nächsten Traumurlaub ins Sparschein werfen – mit dem 14. Gehalt lässt sich theoretisch vieles machen, das im übrigen Jahr finanziell nicht möglich ist. Doch die Realität der Österreicher sieht anders aus, zeigt eine österreichweite Umfrage des Tarifvergleichsportals durchblicker.at.
Die bittere Wahrheit: Die Österreicher können sich das Weihnachtsgeld oft nicht zur Seite legen, sondern benötigen es dringend, um die Fixkosten, offenen Rechnungen oder Schulden zu bezahlen. Bei mehr als jedem zweiten Österreicher (58 Prozent) ist das Geld schon wieder weg, kaum dass es da ist.
Zwei von Drei ohne Weihnachtsgeld verloren
Besonders betroffen sind Niederösterreich, Kärntner und Vorarlberger, von denen bis zu Zwei von Drei das Geld dafür brauchen, überhaupt über die Runden zu kommen. Bleibt doch etwas übrig, wird das Geld hauptsächlich für Weihnachtsgeschenke ausgegeben. Erst dahinter folgen Freizeitaktivitäten, Essen und Trinken, Reisen und Wellness.
"Die Weihnachtszeit ist generell sehr kostenintensiv. Unsere Umfrage hat gezeigt, dass die Österreicher ihr 14. Gehalt aber nicht nur für Geschenke benötigen. Bereits jeder Zweite muss das Weihnachtsgeld zum Abdecken seiner Fixkosten, offenen Rechnungen oder Schulden verwenden, weil das ohne das Extrageld am Konto während des Jahres offenbar schwer möglich ist", sagt Reinhold Baudisch, Geschäftsführer von durchblicker.at.
14. Gehalt geht direkt in Schuldenabbau
Schulden durch das Weihnachtsgeld abzubauen ist besonders für Vorarlberger, Kärntner, Burgenländer und Oberösterreicher ein Thema. Jeder vierte Vorarlberger und jeweils rund jeder fünfte Kärntner, Burgenländer und Oberösterreicher nutzen ihr 14. Gehalt dafür, um sich wieder ins Plus am Konto zu kämpfen. Gegenteilig sieht es in Salzburg und der Steiermark aus. So muss nur jeder zehnte Salzburger sowie jeder achte Steirer für den Schuldenabbau auf sein doppeltes Gehalt zurückgreifen.
Seine offenen Rechnungen mit Hilfe des Weihnachtsgeldes zu begleichen, kommt österreichweit ebenfalls in Vorarlberg und Kärnten am häufigsten vor. So gaben jeweils 31 Prozent der Vorarlberger und Kärntner an, ihr doppeltes Gehalt dafür ausgeben zu müssen, dicht gefolgt von den Niederösterreichern (29 Prozent). Bei den Fixkosten dominieren die Vorarlberger und Niederösterreicher das Ranking. Jeweils rund 60 Prozent bezahlen hier ihre Fixkosten mit dem 14. Gehalt. Das Schlusslicht bilden die Burgenländer (42 Prozent) und Oberösterreicher (46 Prozent).