Weil es keine Maske trug: Kleinkind flog aus Markt

Nach dem neuen Coronagesetz sind Schutzmasken für alle Personen ab sechs Jahren in Supermärkten Pflicht. Nun kam es aber zu einem Eklat um einen Dreijährigen.

Eine Mutter und ihr dreijähriger Sohn sollen aus einer Supermarktfiliale in Attnang-Puchheim geschmissen worden sein, weil der Bub keine Schutzmaske beim Einkaufen trug. Dies berichtet die betroffene Mutter den "Oberösterreichischen Nachrichten". Beim Supermarkt allerdings rechtfertige man sich mit einer neuen Geschäftsordnung.

"Mein Kleiner hält das Gefühl einer Maske nicht aus. Wir wollten die letzten Kuchenzutaten für seinen Geburtstag besorgen. Und wurden wie Kriminelle rausgeschmissen", wird die 40-Jährige im Bericht zitiert. Ihr Sohn sei so geschockt gewesen, dass er die Nacht durchgeweint und schließlich seinen Geburtstag am Tag darauf verschlafen habe.

Leitung weiß nichts von Verordnung

Beim Supermarkt heißt es dagegen, dass auch Kinder ab dem ersten Jahr mit einer neuen Verordnung eine Schutzmaske tragen müssten. Kurios: Auf Nachfrage bei der Leitung der Lebensmittelkette will man von einer solchen Verordnung nichts wissen, eine Sprecherin geht von einer "Fehlinformation der Mitarbeiter" aus und will den Vorfall prüfen lassen.

Mütter mit Mundschutz könnten auch weiterhin mit ihren Kleinkindern ohne Schutz einkaufen gehen, heißt es. Die "OÖN" haben auch beim Gesundheitsministerium nachgefragt. Dort bestätige man die Schutzmaskenpflicht ab sechs Jahren, Supermärkte können allerdings mit dem Hausrecht einen Handlungsspielraum haben.

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