Weil ihr übel wurde, muss Schwangere 200 € zahlen

Nina K. muss 201 Euro zahlen, weil sie kurz auf einem privaten Parkplatz stand.
Nina K. muss 201 Euro zahlen, weil sie kurz auf einem privaten Parkplatz stand.Bild: Michael Strobl
Wie herzlos! Nina K. ist schwanger. Bei einer Autofahrt wurde ihr übel, sie parkte kurz vor einer Versicherungsagentur. Folge: Anwaltsschreiben!

Nina K. (36) kann es noch immer nicht fassen, was ihr das am 9. Februar in Linz-Urfahr passiert ist. "Ich war gerade auf dem Heimweg, als mir plötzlich sehr übel geworden ist", erzählt sie. Sie überlegte noch kurz, ob sie es heim schaffen würde, entschied sich dann anders.

"Ich habe den nächsten Parkplatz gesucht, bin in einem Geschäft auf die Toilette und musste mich übergeben", erzählt sie. Keine zehn Minuten später stieg sie zurück ins Auto und fuhr nach Hause.

Zehn Tage später dann der Schock: Im Briefkasten fand Nina K. nämlich den Brief eines Anwalts im Namen einer Versicherungsagentur. Der Inhalt: Weil sie widerrechtlich am Parkplatz der Agentur geparkt hätte, soll sie 201,78 Euro zahlen – an den Anwalt für dessen Aufwand.

Zudem sollte sie eine Unterlassungserklärung unterschreiben, dass sie nie wieder auf dem privaten Parkplatz (der als solcher gekennzeichnet ist) parken werde. "Ich war geschockt, konnte es zuerst gar nicht glauben", sagt die Frau.

Nina K. rief bei der Firma an. "Eine Damen meldete sich. Ich habe ihr erklärt was passiert ist, dass ich schwanger bin und mir übel wurde. Sie war aber sehr unfreundlich und meinte nur, das interessiere sie nicht." Danach schickte K. auch noch eine Mail an den Agenturbesitzer, beschrieb noch einmal ausführlich die ungewöhnliche Situation. "Ich bekam nicht einmal eine Antwort", erzählt die werdende Mutter.

Die 201,78 Euro hat sie mittlerweile bezahlt, verstehen kann sie die ganze Sache aber noch immer nicht: "Ich bin dort nur kurz gestanden. Ich würde es ja verstehen, wenn ich dort zum Spaß stundenlang gestanden hätte."

Sie war selber Kundin



Das Kuriose: Nina K. war schon drei Mal Kundin bei der Versicherungsagentur. "Ich habe dort immer mein Auto an- und abgemeldet. Aber das werde ich sicher nicht mehr machen", ist sie fassungslos.

(gs)

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