Millionen Fans folgen der amerikanischen Influencerin Tana Mongeau auf YouTube und Instagram, sogar der Sprachdienst Babbel krallte sich die 25-Jährige als Sponsor. Doch mit dieser Partnerschaft ist es nun vorbei – Schuld ist ein unfassbarer Ausraster der Influencerin, den sie selbst im Podcast "Cancelled" enthüllte. Was war passiert? Eigentlich etwas Schönes, nämlich eine dreiwöchige Europa-Reise mit einer Wein-Tour in Frankreich. Dort fahre man angeblich mit Golf-Karts auf den Weinbergen herum, soll ein Bekannter enthüllt haben, der dann auch gleich den ganzen Trip eingefädelt habe.
Gestartet war alle – für die 25-Jährige – noch super: In Paris wurde bis 4.30 Uhr früh getrunken und gefeiert. Doch es dauerte nicht lange, bis die ersten Kritikpunkte auftraten. Obwohl so gebucht, passte es der Influencerin am Morgen gar nicht, dass der Zug zur Weinreise schon um 8 Uhr früh losfuhr. Frühstück habe sie wegen ihres Katers keines essen können, später habe es auch im Zug keines gegeben, so der Auftakt zur Tirade. Schuld? Reiseleiterin Cynthia, so die Influencerin, die von ihr erfuhr, dass es keine Golf-Karts geben werde und die Tour durch die Weinberge zu Fuß geschehen werde.
Teils mit High Heels bekleidet sollte die Gruppe der Influencer die Tour gehen, was Mongeau auf die Palme brachte. Allerdings: Die Reiseleiterin hatte ihr beziehungsweise ihrem Bekannten vorab Bescheid gegeben, dass es dort keine Golf-Karts gebe und die Gruppe gutes Schuhwerk brauche. Und dann auch noch das: Während die Influencerin im Zug schlafen wollte, erdreistete sich die Reiseleiterin einfach, über die anstehende Tour zu erzählen. Schon nach den ersten Schritten sei das Problem schließlich gewesen, dass sie "noch immer kein Glas Wein in der Hand" gehabt hätte.
Irgendwann warf Mongeau schließlich das Handtuch, als sie nach eigener Aussage die Reiseleiterin mit Geschichten über die Gegend und ihr Leben gelangweilt habe – und sie aufgefordert worden sei, ihre Kopfhörer aus Respekt aus den Ohren zu nehmen. Die Konsequenz: Die Influencerin wollte an Ort und Stelle abgeholt und nach Paris gefahren werden – Taxis allerdings gab es in der Gegend keine. Schließlich bot ein Weingut ein Fahrservice an – was aber die Situation vollends eskalieren ließ, weil die Reiseleiterin zur Influencerin ins Auto stieg.
"Hure", "Bitch", "blöde F....", nannten Mongeau und ihre Co-Moderatorin die Reiseleiterin schließlich – und wünschte ihr sogar den Tod. Dass sie dann auch noch ihren Sponsor Babbel hineinzog, schmeckte diesem aber gar nicht. Nach dem Satz "Mit Babbel hätte ich Cynthia, der Weinreiseleiterin, in ihrer Muttersprache sagen können, dass sie die Klappe halten soll" beendete das Unternehmen die Zusammenarbeit und "bedauert", dass man mit ihr kooperiert habe. Und die Reiseleiterin? Freut sich nun über eine "Welle von Freundlichkeit" im Internet.
Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Mongeau für einen Skandal sorgte. 2019 heiratete sie den bekannten Influencer Jake Paul und kassierte von 70.000 Fans je 50 Dollar, damit diese die Hochzeit in einem Livestream verfolgen konnten. Schon wenige Wochen später gab das Paar die Trennung bekannt – und hinter vorgehaltener Hand wurde über eine PR-Aktion zur Geldmache gemunkelt. Immerhin sollen die beiden Influencer, die Hochzeitskosten abgezogen, mit der Aktion rund drei Millionen Euro eingenommen haben.