Der heimische Weinbauverband ortet bereits negative Auswirkungen für die heimischen Winzer durch die im März eingeführte Sektsteuer. Die Sekthersteller agieren beim Einkauf des Grundweins in Österreich "sehr verhalten", sie kaufen schätzungsweise um ein Drittel weniger ein, klagt Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager.
Der heimische Weinbauverband ortet bereits negative Auswirkungen für die heimischen Winzer durch die im März eingeführte Sektsteuer. Die Sekthersteller agieren beim Einkauf des Grundweins in Österreich "sehr verhalten", sie kaufen schätzungsweise um ein Drittel weniger ein, klagt Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager.
Durch die Konkurrenz mit steuerfreien Frizzante und Prosecco aus Italien hat der heimische Sekt schon .
Individualbeschwerden beim VfGH
Der Sekthersteller Schlumberger, das Langenloiser Weingut Bründlmayer und das Weingut Schloss Gobelsburg haben vor dem Verfassungsgerichtshof bereits Individualanträge gegen die Schaumweinsteuer eingebracht. Sie bekämpfen vor allem, dass heimischer Sekt durch die Steuer verteuert wurde - während sie für den italienischen Prosecco und Frizzante (abhängig vom Flaschendruck) nicht eingehoben wird. Das sei sachlich nicht nachvollziehbar und daher verfassungswidrig, meinen die heimischen Sektanbieter.
Mit dem ehemaligen ÖVP-Finanzstaatssekretär Jochen Danninger hat Schmuckenschlager "sehr gute Vorgespräche" geführt und erste Zahlen zu den negativen Konsequenzen der Sektsteuer vorgelegt.
Die Regierung erwartet durch die von 75 Cent pro Flasche ein jährliches Steueraufkommen von 35 Mio. Euro. In Österreich werden rund 10 Prozent der Traubenernte für die Verarbeitung zu Sekt verwendet.