"Du hättest dasselbe getan"

Weinstein-Aussage sorgt für Entsetzen im Gericht

Neuer Prozess, neue Star-Anwälte und brisante Aussagen: Harvey Weinstein muss sich erneut vor Gericht verantworten.
Heute Entertainment
15.04.2026, 08:47
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Neuer Anlauf im wohl zähesten Prozess Hollywoods: Gegen den verurteilten Sexualstraftäter Harvey Weinstein (74) begann am Dienstag vor dem Manhattan Supreme Court erneut ein Verfahren.

Der 74-Jährige setzt nun auf prominente Rechtsvertreter: Die Star-Anwälte Marc Agnifilo (61) und Teny Geragos (34), die zuletzt Rap-Mogul Sean "Diddy" Combs (56) verteidigten, haben den Fall des Filmproduzenten übernommen.

Für zusätzliche Brisanz sorgt eine neue, von der Staatsanwaltschaft eingebrachte Aussage. Ein Gerichtsmitarbeiter habe sich gemeldet und behauptet, Weinstein habe 2020 sinngemäß zu ihm gesagt: "Wenn du einige dieser Frauen gesehen hättest, hättest du genau dasselbe getan."

Die Aussage sorgt im Verfahren für großes Aufsehen und wird von der Verteidigung vehement bekämpft.

Fall neu aufgerollt

Im Zentrum des aktuellen Prozesses steht der Fall von Jessica Mann (40). Die ehemalige Schauspielerin und Friseurin wirft Weinstein vor, sie 2013 in einem Hotel in New York vergewaltigt zu haben.

Bereits 2020 war Weinstein auch wegen dieses Vorwurfs schuldig gesprochen worden. Doch das Urteil wurde 2024 aufgrund von Verfahrensfehlern aufgehoben. Ein weiterer Prozess im vergangenen Jahr endete ohne Ergebnis. Die Jury konnte sich nicht einigen, weshalb es zu einem Fehlprozess kam. Jetzt wird der Fall erneut aufgerollt.

Weinstein weiterhin in Haft

Der neue Prozess ist auf rund zwei Wochen angesetzt. Für Weinstein selbst ist das Verfahren auch körperlich belastend: Laut seinen Anwälten leidet er an Diabetes, Herzproblemen und Leukämie. Unabhängig vom Ausgang bleibt er jedoch weiterhin in Haft.

Nach Schuldsprüchen wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung in Kalifornien wurde er im Februar 2023 zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt.

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