Weinstein hatte eine Sex-Klausel in seinem Vertrag

Der Sex-Skandal um Harvey Weinstein weitet sich aus – und der Filmproduzent versinkt immer weiter im Sumpf.

Gibt es diesen Passus tatsächlich, erhielte der Sex-Skandal um Harvey Weinstein noch einmal eine ganz neue Dimension: Die Gossip-Seite TMZ.com will herausgefunden haben, dass es im Vertrag zwischen dem Produzenten und seiner Firma eine Art Sex-Klausel gab.

Demnach konnte er nicht entlassen werden, wenn er jemanden "unsittlich" behandelte oder sonst in irgendeiner Form gegen den Ehrenkodex des Unternehmens verstieß. Auch dann nicht, wenn er wegen wiederholter sexueller Belästigung verklagt worden wäre. Weinstein hätte der Firma nur eine große Summe Geld zahlen müssen – als Ausgleich für die Rufschädigung des Betriebs quasi.

TMZ.com zitiert aus dem Vertrag: "Sie (gemeint ist Weinstein) werden dem Unternehmen eine vereinbarte Vertragsstrafe von 250.000 Dollar für das erste Vergehen zahlen, 500.000 Dollar für das zweite, 750.000 Dollar für das dritte – und eine Million Dollar für jedes weitere Vergehen." Dadurch wäre auch die Entlassung der Weinstein Company, die ihren eigenen Chef feuerte, illegal.

Die Vorwürfe:

In mindestens acht Fällen soll der 65-jährige Filmproduzent Harvey Weinstein Frauen sexuell belästigt haben, wie zunächst die "New York Times" enthüllte. Nun berichtet "The New Yorker" zusätzlich, Weinstein habe in mindestens drei weiteren Fällen Frauen zum Oralverkehr gezwungen.

Die Reaktion:

Harvey Weinstein gibt zu, sich gegenüber Kolleginnen "unangemessen" verhalten zu haben. Er entschuldigte sich zudem für sein "Benehmen in der Vergangenheit" und wolle seine "Dämonen" in den Griff bekommen, teilte er mit. Auf konkrete Anschuldigungen ging er nicht ein. Seine Sprecherin hält fest: "Alle Vorwürfe von nicht einvernehmlichem Sex werden von Mr. Weinstein kategorisch dementiert." (red)

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