Weiter Wickel um havariertes Partyschiff

Am 10. Oktober kam die frohe Kunde von der Stadt: Das Wrack der Johann Strauß am Wiener Donaukanal kommt weg. So schnell dürfte es jetzt doch nicht gehen…

Das Magistratische Bezirksamt hat aufgrund mehrerer Gutachten nautischer Sachverständiger nun einen Bescheid erlassen, dass der Besitzer die schwimmende Anlage Clubschiff Johann Strauss "binnen drei Wochen nach Zustellung dieses Bescheides von ihrem derzeitigen Liegeplatz zu entfernen und an einem strömungsfreien, überwachten und hochwassersicheren Liegeplatz zu verheften" hat. So hieß es am 10. Oktober, "Heute" berichtete.

"Das Schiff ist derart desolat, dass eine ordnungsgemäße Benutzung unmöglich ist und darüberhinaus Gefahr für Mensch, Umwelt und Eigentum anderer besteht", so die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ), die sich damals recht optimistisch zeigte, das Problem ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen.

Schiff bleibt

Doch so einfach macht es Norbert Weber, der nach einer Heirat nun Norbert Michael Waldenburg heißt, seiner "Intimfeindin" nicht. Wie schon bei der CopaCagrana – die Stadt prozessierte jahrelang mit dem Generalpächter Weber – scheint er sich vor der Verantwortung drücken zu wollen: Er werde dem Bescheid nicht nachkommen, da er das Schiff bereits vor Monaten an den Immobilieninvestor Jamal Al-Wazzan verkauft habe. Das sagte er jetzt, eine Woche vor Ablauf der Frist dem "Standard". Franz Podovsovnik, der Anwalt von Al-Wazzan, bestätige das.

Al-Wazzan habe mit dem heruntergekommenen Partyschiff, das am rechten Ufer des Donaukanals stromaufwärts der Salztorbrücke vor sich hinrostet, viel vor: Es gebe Pläne, das Schiff zu sanieren und als Lokal zu betreiben. Podovsovnik spricht von einer geschätzten Investitionssumme von "mehr als 500.000 Euro", so "Der Standard". (ck)

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