Wien

Weitere Corona-Teststraße für Wien

Zwei Teststraßen in Wien gibt es bereits - nun soll eine weitere kommen. Dies kündigte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Dienstag an.
04.11.2020, 09:21

Bislang gibt es zweit Standorte in Wien, an denen sich eine Corona-Teststraße befindet. Zum einen gibt es die Möglichkeit – für Personen ohne Symptome -, sich an der Teststraße beim Ernst-Happel-Stadion testen zu lassen. Zum anderen kann ein Coronatest, sofern keine oder leichte Symptome bestehen, auch an der Teststraße auf der Donauinsel – Floridsdorfer Brücke durchgeführt werden.

Nun teilte der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) mit, eine weitere Corona-Teststraße in Wien eröffnen zu wollen.  Am Dienstagabend kündigte er jene im "ORF-Report" an.

Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen haben in den vergangenen Wochen massiv zugenommen, weshalb auch auf schärfere Maßnahmen zurückgegriffen wurde. Österreich befindet sich seit Dienstag im Lockdown.

Mit den sehr rasch größer werdenden Infektionszahlen und dem Contact Tracing gehen auch explosionsartig steigende Testzahlen einher. Zudem werde man künftig auch alle Pflegeheime durchtesten, so Hacker. Eine weitere Teststraße soll also Abhilfe bei den Testungen leisten.

Hacker gelassen

Dass in Wien derzeit "nur" 43 Prozent der Infektionen nachverfolgt werden könnten, konterte der Gesundheitsstadtrat mit dem Hinweis, dass diese Rate in manchen westlichen Bundesländern lediglich ein Fünftel betrage.

Auf die Frage, warum er so gelassen sein könne, reagierte Hacker auch gelassen: "Ich bin gelassen, weil das in meiner Jobdeskription steht, einen hysterischen Gesundheitsstadtrat kann keiner brauchen." Und weiter: "Es ist eine Gesundheitskrise, darum heißt es Krise", sagte er und appellierte an den Zusammenhalt, um diese Krise auch zu bewältigen.

Kapazitäten bei Intensivbetten

Hinsichtlich der Intensivbetten, könne man laut Hacker weitere Kapazitäten frei machen. Nicht unbedingt notwendige Operationen seien beispielsweise abgesagt worden. Man müsse diese Betten frei halten, um Corona-Patienten aufnehmen und behandeln zu können. Im Frühjahr habe man zudem viel gelernt, vor allem, was die Behandlung betroffener Menschen anbelangt.

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