Österreich

Weiterhin Wetterchaos in Westösterreich

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:38

Nach den heftigen Schneefällen und den damit verbundenen Verkehrsproblemen auf Straße und Schiene gab es am Samstag zumindest in Teilen Tirols und Vorarlbergs leichte Entspannung. So waren etwa die Skiorte am Arlberg wieder via Straße erreichbar. Doch die Lawinengefahr blieb unverändert hoch.

Nach und den damit verbundenen Verkehrsproblemen auf Straße und Schiene gab es am Samstag zumindest in Teilen Tirols und Vorarlbergs leichte Entspannung. So waren etwa die Skiorte am Arlberg wieder via Straße erreichbar. Doch die Lawinengefahr blieb unverändert hoch.

Das Bundesheer hat deshalb die Zahl der Bereitschaftshubschrauber für Lawineneinsätze aufgestockt. Die seit Freitag früh von der Umwelt abgeschnittenen Arlberg-Skiorte Stuben, Zürs und Lech waren seit dem späten Samstagvormittag auf dem Straßenweg erreichbar. Die Verbindung nach Gargellen im Montafon war wieder passierbar sein. Insgesamt waren seit Freitag rund 15.000 Einheimische und Gäste eingeschneit. Warth war bereits seit Samstag früh erreichbar.

Die wegen Lawinengefahr gesperrten Orte auf Tiroler Seite des Arlbergs und im Hinteren Paznaun waren am Samstag wieder sicher erreichbar, woraufhin der Urlauberschichtwechsel voll einsetzte. Auf der Silvretta-Bundesstraße war die Schneeräumung am späten Vormittag noch in vollem Gang. Unter anderem in Kappl war am Freitag die Straße von einem Schneebrett meterhoch verschüttet worden.

Probleme mit der Stromversorgung

Wieder erreichbar waren St. Anton und St. Christoph am Arlberg. Auch im Hinteren Zillertal bei Ginzling wurde die Bundesstraße nach dem Lawinenabgang wieder freigegeben. In Tirol war die Lawinensituation am Samstag weiter angespannt. Trotz einer Niederschlagspause wurde in den Nordstaulagen zwischen Silvretta und Außerfern der Wert "4" der fünfteiligen Skala erreicht.

Probleme gab es nach wie vor bei der Stromversorgung in 35 der 279 Gemeinden des Landes. Rund 1.800 Haushalte waren betroffen. Mehrere Straßen waren gesperrt, unter anderem in das Hintere Paznauntal. Wohnhäuser an der Nordkette in Innsbruck blieben evakuiert. Einen Stromausfall gab es unter anderem auch im Roppener Tunnel auf der Inntalautobahn.

Bahnstrecke teilweise gesperrt

Die Arlbergbahn bleibt zwischen Ötztal und Bludenz zumindest bis Sonntagmittag gesperrt, teilten die ÖBB mit. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Durch umgestürzte Bäume wurde die Oberleitung im Tiroler Oberland auf einer Länge von 1.000 Meter beschädigt. Zudem wurden mehrere Ausleger, die zum Befestigen der Fahrleitung dienen, zerstört und müssen erneuert werden.

Auf der Karwendelbahn war der Bahnverkehr zwischen Innsbruck und Scharnitz in Betrieb. Die weitere Strecke von Scharnitz bis Mittenwald musste wegen Lawinengefahr gesperrt bleiben. Angeboten wurde ein Schienenersatzverkehr zwischen Innsbruck über Fernpass nach Ehrwald. Auch zwischen Reutte und Garmisch soll die Bahnstrecke gesperrt bleiben. Umgeknickte Bäume hatten Fahrleitungsschaden verursacht. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

Bundesheer in erhöhter Bereitschaft

Aufgrund der angespannten Wettersituation und der damit verbundenen Lawinengefahr hat das Österreichische Bundesheer mittlerweile acht Hubschrauber in erhöhte Bereitschaft gestellt. Zwei Hubschrauber des Typs Alouette 3, zwei Agusta Bell 212 sowie vier S-70 "Black Hawk" sollen bei Bedarf die Einsatzbereitschaft für Tirol und Vorarlberg verstärken.

Riesenglück hatten drei Studenten am Samstag bei einem Lawinenabgang im freien Skiraum der Axamer Lizum südwestlich von Innsbruck. Das Trio blieb unverletzt, musste aber wegen der akuten Lawinengefahr für die Bergretter von einem Hubschrauber ausgeflogen werden. Bei der Einvernahme gaben sie an, kein Radio oder Fernsehen zu haben, um auf die derzeit herrschende Gefahr aufmerksam geworden zu sein.

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