Die Berliner Ärztin Judith, im Kinofilm "Welcome Home Baby" (ab 3. Oktober im Kino) gespielt von Julia Franz Richter, erbt völlig unerwartet ein Haus. Und das ist nicht irgendein Haus, sondern jenes ihrer leiblichen Eltern, die sie als kleines Kind zur Adoption freigegeben haben.
Das Geld aus dem Verkauf käme ihr gerade recht, also fährt Judith gemeinsam mit ihrem Mann Ryan (Reinout Scholten van Aschat) nach Österreich, um sich das Haus anzuschauen. Sie hat keinerlei bewusste Erinnerungen an ihre frühe Kindheit – weder an das Elternhaus noch an das abgelegene Dorf, das unter einer Autobahnbrücke liegt. Wird sie irgendetwas wiedererkennen? Gibt es noch Verwandte, die ihr etwas über die Familie erzählen können?
Der Empfang ist alles andere als herzlich: Im alten "Doktorhaus" – auch Judiths Vater war Arzt – begrüßt sie eine "Tante Paula" (Gerti Drassl), deren Freundlichkeit etwas aufgesetzt wirkt. "So sind sie halt, die komischen Ösis", denken sich Judith und Ryan und bleiben trotzdem einmal über Nacht.
Am nächsten Tag werden sie mit einer neuen Idee konfrontiert: Jetzt, wo Judiths Vater nicht mehr lebt, fehlt dem Ort ein Arzt. Warum bleibt Judith nicht einfach da und übernimmt die Praxis? Tante Paulas Freundinnen (Maria Hofstätter, Inge Maux) finden das ebenfalls eine gute Idee, genauso wie der eigenwillige Herr Schleichl (Gerhard Liebmann).
Für Judith und Ryan steht das aber nicht zur Diskussion – sobald der Verkauf erledigt ist, wollen sie zurück nach Deutschland. Doch je länger sie bleiben, desto mehr geraten sie in den seltsamen Bann des Ortes. Es scheint fast, als würde eine dunkle Kraft sie hier festhalten – und das Grauen wird immer deutlicher.