Wellness-Hotel sperrte HIV-Positiven auf Zimmer ein

Bild: EPA/Archivbild

Ein vermeintlicher Traumurlaub in Sri Lanka ist für einen Schweizer zum Alptraum geworden. Nachdem das Hotelpersonal erfahren hatte, dass der Mann HIV-positiv ist, wurde er in seinem Zimmer eingesperrt. Der Direktor veranlasste schließlich die sofortige Abreise des Mannes.

 

Der Hotelgast hatte auf einem Fragebogen im Zuge einer Anmeldung zu einem Wellness-Termin angegeben, an der zu leiden. Die Angestellten brachen darauf in Panik aus, berichtet "20min.ch". Sie weigerten sich den Mann auch nur anzugreifen und sperrten ihn quasi in seinem Zimmer ein. Sogar zum Essen durfte er nicht mehr sein Zimmer verlassen.

Schließlich schaltete sich auch noch der Direktor des Hotels ein. Er rief die Reiseberaterin an, und bat sie die sofortige Abreise des Mannes zu veranlassen. Der Hotelgast musste das Resort verlassen und früher als gewünscht in die Schweiz zurückreisen.

Soll man Krankheit angeben?

Ob man angeben sollte, an der Krankheit zu leiden, ist besonders in Internetforen umstritten. Dort wird geraten die Ansteckung zu verschweigen, was allerdings der Wahrheitspflicht widersprechen würde. Ganz verboten ist die Einreise für HIV-positive Menschen in folgende Länder: Brunei, Äquatorialguinea, Iran, Irak, Jordanien, Papua-Neuguinea, Russland, Singapur, Salomonen, Sudan, Vereinigte Arabische Emirate, Jemen.

In anderen Ländern müssen HIV-infizierte Nicht-Staatsbürger ausreisen: Bahrain, Bangladesh, Brunei, Ägypten, Äquatorialguinea, Ungarn, Irak, Jordanien, Kasachstan, Nordkorea, Südkorea, Kuwait, Libanon, Malaysia, Oman, Katar, Russland, Saudi-Arabien sowie Syrien.

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