Anlässlich des heurigen 200. Geburtstages von Richard Wagner zeigt die Wiener Staatsoper ab morgen, Sonntag, einen Zyklus des Ring des Nibelungen. Generaldirektor Franz Welser-Möst wird erstmals nach seinem Zusammenbruch bei einer Vorstellung Anfang April wieder am Pult der Staatsoper stehen.
In der Inszenierung von Sven-Eric Bechtolf ist Nina Stemme in allen drei Brünnhilde-Partien zu erleben (Die Walküre, Siegfried, Götterdämmerung), teilte die Staatsoper in einer Aussendung mit. Die Kammersängerin ist in nächster Zeit schwer im Einsatz für die Staatsoper: ab 13. Juni (Premiere) ist sie gemeinsam mit Peter Seiffert in David McVicars Inszenierung von "Tristan und Isolde" zu sehen.
Welser-Möst von Zusammenbruch erholt
Franz Welser-Möst kehrt für den Ring ans Dirigentenpult zurück. , erholt er sich. Damals erlitt er einen Hexenschuss und schwang trotzdem tapfer den Dirigentenstab. Doch die Schmerzen wurden ihm zuviel, der Generaldirektor der Staatsoper brach zusammen.
Beim Ring-Zyklus verkörpert Tomasz Konieczny erstmals durchgehend den Wotan bzw. Wanderer (Das Rheingold, Die Walküre, Siegfried), Kammersänger Wolfgang Bankl gibt seine Alberich-Hausdebüts. Nach dem "Rheingold" morgen, Sonntag, folgen am 15. Mai "Die Walküre", am 19. Mai "Siegfried" und am 22. Mai "Götterdämmerung". Alle vier Vorstellungen werden live auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen. Vor den Vorstellungen sowie in den Pausen kann die Ausstellung "Wagner und die Wiener Oper“ an verschiedenen Stationen im Haus besichtigt werden.
Nach deutschem Skandal-Tannhäuser landeten Zuschauer beim Arzt
Auch in Düsseldorf brachte man Wagner auf die Opern-Bühne. Die Tannhäuser-Inszenierung mit NS-Kostümierungen wurde allerdings nach nur einer Aufführung abgesetzt. APA/red.