Vorne gaben die Norweger bei ihrem Heimspiel auf dem legendären Holmenkollen das Tempo vor. Einar Hedegart führte in Abwesenheit des so schwer gestürzten Langlauf-Superstars Johannes Hösflot Klaebo einen norwegischen Achtfachsieg beim Langlauf-Spektakel an.
Am anderen Ende des Klassements landete Gabriel Gledhill aus Großbritannien. Und der hatte sein eigenes ganz spezielles Rennen, wie er im Anschluss gegenüber skandinavischen Medien erzählte. "Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Ich war ziemlich betrunken. Schon in der dritten Runde habe ich angefangen, Bier und Schnaps zu trinken", erzählte er. Gledhill kam schließlich als 67. mit über 20 Minuten Rückstand ins Ziel – nur zwei Läufer waren noch langsamer.
"Ich habe vielleicht zehn oder zwölf Bier und fünf oder sechs Shots getrunken. Es war ziemlich schwierig, ins Ziel zu kommen", erzählte der sichtlich alkoholisierte Langläufer dann. "Aber am Holmenkollen geht es darum, Spaß zu haben", lachte Gledhill.
Das Langlauf-Rennen in Oslo ist für seine gute Stimmung bekannt, zigtausende Fans pilgern Jahr für Jahr an den Streckenrand, feuern die Stars an und feiern ihre eigene Party. Gledhill war mittendrin. "Es gab Bier, Jägermeister, Schnaps", erzählte der britische Langläufer, gab aber zu, er habe "fast alles wieder erbrochen".
Auch Fredrik Fodstad, gebürtiger Norweger und mittlerweile für Kolumbien am Start, griff während des Rennens zu einem Bier, das ihm gereicht wurde. Er stoppte kurz, stieß mit den Fans an. Für beide waren Spitzenpositionen im Rennen ohnehin unrealistisch.