Vor eigenem Publikum im ausverkauften Stadion in Istanbul wollen die Türken den Grundstein für den Aufstieg legen.
Mit Fenerbahçe wartet auf Sturm Graz einer der schwersten Gegner, den man in dieser Qualifikationsphase erwischen konnte. Der türkische Traditionsklub gilt als Favorit, hat im Sommer kräftig aufgerüstet und will nach Jahren der Enttäuschung endlich wieder in die Champions League einziehen. Auf die "Blackies" kommen große Namen zu.
Fenerbahçe hat seinen ohnehin hochkarätigen Kader im Sommer noch einmal massiv verstärkt. Trainer İsmail Kartal kann auf zahlreiche internationale Topspieler zurückgreifen. Zu den prominenten Neuzugängen zählen Mason Greenwood, Nathan Aké und Vedat Muriqi.
Im Kader stehen außerdem Stars wie Marco Asensio, N'Golo Kanté, Milan Škriniar, Ederson, Talisca, Fred und Nélson Semedo. Die Türken investierten kräftig, um endlich wieder die Champions League zu erreichen.
Sturm Graz kann finanziell zwar nicht mithalten, reist aber mit einer eingespielten Mannschaft nach Istanbul. Trainer Fabio Ingolitsch setzt auf eine Mischung aus erfahrenen Leistungsträgern wie Jon Gorenc Stanković, Otar Kiteishvili, Jürgen Heil und Albert Vallci. Neuzugänge wie Simon Seidl fügten sich zum Saisonstart bereits gut ein.
Der Unterschied ist gewaltig: Während Fenerbahçes Kader auf einen Marktwert von rund 332 Millionen Euro geschätzt wird, kommt Sturm Graz auf knapp 57 Millionen Euro. Auf dem Papier sind ddie Kräfteverhältnisse also klar verteilt.
Verstecken müssen sich die Grazer aber keineswegs. Sturm präsentierte sich zuletzt in starker Form und zog mit einer überzeugenden Leistung in die dritte Qualifikationsrunde ein. Auch international sammelten die Steirer zuletzt Selbstvertrauen und reisen mit der Hoffnung nach Istanbul, den Favoriten zu überraschen. Einzig in der Liga stotterte der Motor beim 1:1 am vergangenen Samstag bei der WSG Tirol.
Für beide Klubs steht weit mehr als nur der sportliche Erfolg auf dem Spiel. Wer sich durchsetzt, zieht in die Playoff-Runde ein und kommt der lukrativen Champions-League-Ligaphase einen entscheidenden Schritt näher. Selbst ein Ausscheiden hätte zwar noch einen Platz im Europacup zur Folge, die Königsklasse bringt jedoch deutlich höhere Einnahmen: alleine knapp 19 Millionen Euro an Antrittsprämie.
Das erste Duell wird am Mittwochabend in Istanbul angepfiffen, das Rückspiel steigt in einer Woche in Graz. Für Sturm wird es vor allem darauf ankommen, sich im Hexenkessel eine möglichst gute Ausgangslage zu erarbeiten – denn die Entscheidung über den Aufstieg fällt erst in der Steiermark.