Was zunächst wie eine harmlose Verspätung wirkte, entpuppte sich als Tragödie!
Eduard Koksharov erschien im Trainingslager seines Klubs Brest HC Meshkov nicht zum Team-Frühstück. Wenig später wurde die russische Handball-Legende tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Der weißrussische Klub bestätigte den plötzlichen Tod seines Coaches. Der Weltmeister und Olympiasieger wurde nur 50 Jahre alt.
"Wir werden ihn als einen Menschen in Erinnerung behalten, der unser Team und die Herzen all derer, die ihn kannten, nachhaltig geprägt hat", hieß es in einem offiziellen Statement. Erste Hinweise deuten auf einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hin. Koksharov hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder. Sein Sohn Alexander (24) ist als Fußball-Profi bei FK Krasnodar aktiv.
Der Verlust trifft nicht nur sein Team schwer. Sein Tod sei ein "Verlust für die gesamte Handballfamilie und ein großer Schock für die globale Handballgemeinschaft". Koksharov zählte in seiner aktiven Karriere zu den größten Spielern seiner Zeit. Der Linksaußen startete bei SKIF Krasnodar durch, ehe er bei RK Celje zur Legende wurde. Acht Meistertitel und der Champions-League-Triumph 2004 sprechen für sich.
In der Nationalmannschaft schrieb er Geschichte: 1110 Tore in 226 Spielen – kein anderer Russe traf öfter. Mit seinem Land gewann er WM-Gold 1997 und Olympia-Gold 2000. Dazu kommen mehrere Silber- und Bronzemedaillen bei großen Turnieren.
Auch individuell wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mehrfach als bester Linksaußen bei Welt- und Europameisterschaften. Nach seiner aktiven Karriere blieb er dem Sport treu, trainierte unter anderem von 2017 bis 2020 die russische Nationalmannschaft.