Stallduell bei Red Bull! Weltmeister Max Verstappen ist beim österreichischen Team nicht die klare Nummer 1. Mit dieser Aussage lässt Motosportchef Helmut Marko aufhorchen.
Der Österreicher ruft vor dem Heimrennen in Spielberg freie Fahrt aus. Er sagt über Verstappens Kollegen Sergio Perez: "Wir haben keine Rangordnung. Es ist ganz simpel: Wenn er Weltmeister werden will, muss er den Max schlagen."
Im Vorjahr waren die Karten noch klar verteilt. Perez musste Verstappen im WM-Kampf unterstützen. Beim Saisonfinale war der Mexikaner maßgeblich am Triumph seines Teamkollegen beteiligt. Verstappen bedankte sich mit einem: "Checo ist eine Legende!"
Heuer feierte Perez seinen ersten Sieg für Red Bull, gewann in Monaco. In Silverstone wurde er am Sonntag hinter Carlos Sainz (Ferrari) Zweiter. Verstappen fiel wegen eines Problems am Unterboden auf Rang sieben zurück. Die Führung in der WM ist ihm noch mit 34 Punkten Vorsprung auf den Teamkollegen sicher.
In Spielberg soll dieser Vorsprung weiter schmelzen – Perez hat nun die offizielle Freigabe vom Boss!
Marko sagte bei "Sport und Talk aus dem Hangar 7" auf ServusTV außerdem, dass Red Bull in Silverstone sogar überlegte, Verstappen aus dem Rennen zu nehmen: "Es gab die Überlegung, das Auto abzustellen, damit wir die Motorleistung für kritischere Situationen aufbewahren. Dann haben wir aber entschieden, weiter zu fahren, solange wir in den Punkterängen sind."
Der Titelverteidiger hatte sich mit herumliegenden Carbonteilen den Unterboden zerstört, dadurch Aerodynamik-Probleme.