Marinus will nach Bratislava

Weltrekordversuch: Influencer (23) schwimmt durch Linz!

Nach mehr als 88 Kilometern erreichte Marinus Obermair am Dienstag Linz. Doch bis Bratislava ist es noch ein weiter Weg – und die Uhr tickt gnadenlos.
Lea Strauch
28.07.2026, 11:34
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Normalerweise ziehen unter der Nibelungenbrücke Ausflugsschiffe vorbei – am Dienstagvormittag kam ein Influencer angekrault. Gegen 9.30 Uhr erreichte Marinus Obermair (23) Linz. "Heute" war vor Ort und sah zu, wie der 23-Jährige mitten durch die Landeshauptstadt schwamm.

Hier schwamm Marinus auf die Nibelungenbrücke zu.
"Heute"/Lea Strauch

Linz feuert Marinus an

Schon vor seiner Ankunft hatten sich zahlreiche Schaulustige am Donauufer und auf der Nibelungenbrücke versammelt. Viele zückten ihre Handys, machten Fotos und warteten gespannt darauf, dass der Extremsportler unter ihnen auftauchte.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Für Obermairs Durchfahrt musste die Nibelungenbrücke vorübergehend gesichert werden. Der Grund: Offenbar befürchtete das Team, dass Gegenstände in Richtung des Schwimmers fliegen könnten. Es gebe "Menschen, die Steine werfen", erklärte ein Teammitglied gegenüber "Heute".

Als Obermair schließlich unter der Brücke hindurchschwamm, gab es statt Steinen aber kräftigen Applaus. Die Zuschauer feuerten ihn vom Ufer und von der Brücke aus an, während sich der Influencer Zug um Zug durch die Donau arbeitete.

Der Influencer legte auf der Donau in Linz eine kurze Pause ein, gegen Mittag ging es wieder ins Wasser.
"Heute"/Lea Strauch

350 Kilometer in 72 Stunden

Für Obermair war die Durchquerung von Linz ein wichtiger Meilenstein. Seit Sonntagabend kämpft er sich vom deutschen Passau aus die Donau hinunter. Als "MovelikeG" ist er im Internet für seine extremen Abenteuer bekannt – diesmal will er Österreich schwimmend durchqueren.

Sein Plan klingt völlig verrückt: 350 Kilometer in nur 72 Stunden. Das Ziel liegt in Bratislava. Gelingt ihm das Vorhaben, wäre Obermair laut Veranstalter der erste Mensch, der die Strecke dokumentiert und innerhalb dieser Zeit schwimmend bewältigt.

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Pausen am Hausboot

Ganz ohne Unterbrechungen geht es allerdings nicht. Der 23-Jährige schwimmt in mehreren Etappen und darf sich nur während der Schleusenzeiten kurz auf einem begleitenden Hausboot ausruhen. Dort kann er schlafen, essen und neue Kraft tanken. Die Wartezeiten werden aber von seinen insgesamt 72 Stunden abgezogen.

Auch sonst verlangt ihm das Abenteuer alles ab: Kälte, Strömungen, Treibgut, Schiffsverkehr und Schlafmangel begleiten ihn auf jedem Kilometer. Ein Boot mit Crew, Sanitäter und medizinischer Versorgung bleibt deshalb rund um die Uhr an seiner Seite.

Zeit wird knapp

Bei seiner Durchfahrt durch Linz zeigte der Kilometerzähler 88 an. Damit hat Obermair zwar bereits rund ein Viertel der Strecke hinter sich – bis Bratislava fehlen ihm aber noch ungefähr 262 Kilometer. Und langsam wird die Zeit knapp: Für den gewaltigen Rest bleiben dem 23-Jährigen nur noch rund 30 Stunden. Ob sich das noch ausgeht?

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