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Weltweite Serie von Hacker-Angriffen aufgedeckt

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:51

Sicherheitsexperten haben die bisher größte Serie von Hacker-Angriffen auf Regierungen, Konzerne und Organisationen wie die UNO aufgedeckt. Insgesamt gibt es 72 Opfer der vergangenen fünf Jahre in 14 Ländern, teilte die Sicherheitsfirma McAfee am Mittwoch mit. Österreich ist nicht betroffen.

Die Attacken, die sich mit 49 Fällen vor allem gegen US-Ziele richteten, seien auf eine einzige Quelle zurückzuführen, vermutlich einen "staatlichen Akteur", heißt es in dem Bericht. McAfee nannte das verdächtige Land zwar nicht, Sicherheitsexperten spekulierten jedoch über China als Drahtzieher.

Zahlreiche Regierungsorganisationen im Visier
McAfee erklärte, zu den Opfern des Langzeit-Angriffs zählten die Regierungen der USA, Taiwans, Indiens, Südkoreas, Vietnams und Kanadas. Außerdem hätten sich die Attacken gegen das UNO-Sekretariat in Genf, die Organisation Südostasiatischer Staaten (ASEAN) das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Welt-Anti-Dopingbehörde gerichtet.

Auch Unternehmen von Militär-Dienstleistern bis hin zu High-Tech-Firmen seien betroffen, sowie ein deutsches Wirtschaftsprüfer-Unternehmen. Ausgespäht wurden außerdem die Büros eines Medienunternehmens am Sitz der Vereinten Nationen in New York sowie in Hongkong.

Dreiste Angreifer
"Sogar wir waren überrascht von der ungeheuren Vielfalt der Opfer und entsetzt über die Dreistigkeit der Angreifer", schrieb der Vize-Präsident von McAfee in seinem Bericht. Was mit den ganzen Daten geschehe, sei unklar. "Sollte allerdings nur ein Bruchteil davon genutzt werden, um bessere Konkurrenzprodukte zu bauen oder einen Wettbewerber bei Verhandlungen zu schlagen, dann bedeutet der Verlust einen massive wirtschaftliche Bedrohung". Und der Verlust sensibler Militärdaten habe Auswirkungen auf die nationale Sicherheit. Die ersten Zugriffe reichen nach Angaben von McAfee zurück bis Mitte 2006.

APA/red.

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