Weniger Flüchtlinge, weniger Alarmanlagen

Flüchtlinge in Spielfeld im November 2015.
Flüchtlinge in Spielfeld im November 2015.Bild: Reuters
Der Boom beim Verkauf von Alarmanlagen flacht ab, meldet das Branchenradar. Der Grund: Es kommen heuer weniger Flüchtlinge.

Der Markt für Alarmanlagen wuchs in Österreich im Jahr 2016 deutlicher langsamer als im Jahr davor. In Westösterreich und Kärnten entwickelte sich die Nachfrage zuletzt sogar rückläufig.

In den Jahren 2014 und 2015 machten die steigenden Asylanträge den Österreichern offenbar Angst, die Nachfrage nach Alarmanlagen wuchs rasant um jeweils rund sieben Prozent gegenüber den Vorjahren.

Sinkende Füchtlingszahlen

Im vergangenen Jahr flachte der Boom allerdings merklich ab. Mit einem Plus von gerade mal zwei Prozent gegenüber 2015 entsprach die Entwicklung 2016 wieder dem langjährigen Niveau. Es spricht viel dafür, dass die sinkenden Flüchtlingszahlen den Auftrieb bremsten, meldet das Branchenradar. Insgesamt wurden im Jahr 2016 rund 17.500 zertifizierte Alarmanlagen montiert, 14.100 Stück davon in Wohnungen und Eigenheimen.

Die Nachfrage nach Alarmanlagen entwickelte sich im vergangenen Jahr in allen Bundesländern signifikant schwächer als im Jahr davor. Während im Burgenland (+8,6%) und Niederösterreich (+4,4%) die Anzahl der montierten Anlagen allerdings weiterhin zulegte, wurde in Westösterreich und in Kärnten weniger verkauft.

Wiener kaufen weniger Alarmanlagen

In Salzburg sank der Absatz um 4,5 Prozent, in Tirol um 2,8% und in Vorarlberg sowie Kärnten um jeweils 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Überraschend schwach zeigte sich auch der Wiener Markt, der mit plus einem Prozent nahezu gleich blieb. In der Steiermark stieg die Nachfrage um 1,9%, in Oberösterreich um 1,6%.

(Red)

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