Das Projekt „GEMEINSAM.SICHER mit der Jägerschaft“ hat zum Ziel, nach Wildunfällen möglichst schnell einen Jäger zu rufen, um verletzte Wildtiere zu versorgen. Bis 2021 konnte das in Niederösterreich nur der entsprechende Revierjäger, was zu Verzögerungen führte. Daher haben der Sicherheitsbeauftragte des NÖ Jagdverbands, Bernhard Treibenreif, und Landespolizeidirektor Franz Popp bei einem gemeinsamen Sicherheitsforum im Rahmen von „Gemeinsam.sicher“ entsprechende Maßnahmen ausgearbeitet, die eine raschere Versorgung gewährleisten. Vorbild war dabei der Bezirk Lilienfeld, in dem das Projekt bereits seit 2015 umgesetzt wird.
Im Zuge des Projekts werden pro Hegering mehrere Jägerinnen und Jäger namhaft gemacht, die bei Nichterreichbarkeit der revierzuständigen Jäger auch außerhalb ihres Reviers ein im Straßenverkehr verwundetes oder verletztes Wildtier versorgen bzw. erlösen dürfen. Sie werden künftig bei einem Wildunfall von der Polizei verständigt.
„Miteinander reden und der direkte Kontakt unter den Behörden ist wichtig, um gemeinsame Herausforderungen zu lösen. Ich danke der Polizei in Lilienfeld für die mustergültige Kooperation mit der regionalen Jägerschaft zur Ausarbeitung dieses Pilotprojektes. Es dient als Vorbild für ganz Österreich“, so Gerhard Karner (VP).