Bei einer gestrigen Pressekonferenz wurde ein deutsches Konkurrenzprodukt zu Apples iPad vorgestellt. Doch vor versammelten Journalisten wurde die Präsentation zum Desaster, da auf dem Gerät gar kein Betriebssystem lief, sondern nur ein Video in Endlosschleife.
Gestern wollte die deutsche Firma Neofonie ihren Feldzug als Apple-Konkurrent unter dem Vorzeichen "David gegen Goliath" beginnen. Mit ihrem WePad sollte dem Tablet-Computer iPad der Kampf angesagt werden.
Doch die Pressekonferenz wurde eine einzige Peinlichkeit: Das Produkt ist offenbar nicht fertig, was der Hersteller zu vertuschen versuchte. Es wurde behauptet, das WePad laufe auf Googles Mobil-Linux Android, doch eine Windows-Fehlermeldung (!) entlarvte die Präsentation als Schwindel.
Windows Media Player zeigt Video
Als der Fehler auf der Pressekonferenz auftauchte, war Neofonie-Chef Hoffer von Ankershoffen noch peinlich berührt und versteckte das Gerät schnell. Mittlerweile gab das Unternehmen aber zu, dass das WePad unter Windows lief. Ein Video in Endlosschleife gaukelte ein funktionierendes Betriebssystem vor. Es hatte Probleme beim Zoll gegeben, darum hatte Neofonie das in Asien gefertigte Gerät "nur sehr kurz vor der PK" bekommen.
Ausflüchte gegenüber der Presse
Im Clip rechts ist zu sehen, wie ein Neofonie-Mitarbeiter sich weigert, den Touchscreen zu benutzen: Auf die Aufforderung eines Journalisten, dies zu tun, antwortet er mehrmals, er "möchte das jetzt nicht".
Auch wenn das fertige WePad halten sollte, was es verspricht, ist jedoch zu erwarten, dass es schwer sein wird, das Vertrauen der Konsumenten nach diesem Desaster wieder zurückzugewinnen. Je nach Version soll das Gerät 449 bzw. 569 Euro kosten und ab August erhältlich sein.