Werbeschmäh? Diese Ampel vergleicht unser Essen

Wer sich gesünder ernähren will, scheitert oft am Kleingedruckten auf Lebensmitteln. Eine Nährwert-Ampel soll nun Abhilfe schaffen.

Pizza ist nicht gleich Pizza, wissen die Gründerinnen von Foodwatch. Um die Unterschiede von Lebensmitteln einzelner Produktgruppen beim Einkaufen klar sichtbar zu machen, empfehlen Lisa Kernegger und Heidi Porstner den Nutri-Score.

Die u.a. in Deutschland übliche, wissenschaftliche Nährwert-Kennzeichnung übersetzt das Kleingedruckte auf Packungen in ein einfaches Ampelsystem.

„So sieht man sofort, dass es etwa bei Frühstücksflocken oder Chips große Unterschiede gibt“, sagen die Ernährungs-Profis. Im Nutri-Score werden positive Komponente wie Ballaststoffe, Eiweiß, Obst und Gemüse, ungünstigen Inhalten gegenübergestellt, etwa Kalorien, Zucker, Salz oder gesättigten Fettsäuren.

Werbe-Schmähs aufdecken

So schneiden Chips mit mehr Fett sogar besser ab, wenn sie weniger Salz beinhalten. Vermeintlich gesunde Werbe-Versprechen, wie "30 Prozent weniger Fett" lassen sich so leicht entlarven, da der Nutri-Score Auskunft darüber gibt, wie ausgewogen ein Produkt tatsächlich ist. "Es kommt auf das Verhältnis der Komponenten an, das man mit dem Nutri-Score ganz einfach darstellen kann.", so die Expertinnen Porstner und Kernegger.

In Frankreich entwickelt und eingesetzt, soll der Nutri-Score möglichst bald in Österreich zugelassen werden. "Weil es keinen EU-weiten Standard gibt, fehlt den Unternehmen die Rechtssicherheit", bedauern die Foodwatch-Chefinnen. Es bräuchte eine Notifizierung von Österreich nach Brüssel, damit der Nährwert-Vergleich anerkannt werden kann. „Die Politik soll sich ein Herz fassen“, wünschen sich die beiden Lebensmittel-Profis.

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