Werden Restaurant-Rechnungen künftig teurer?

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Fast stündlich werden im Endspurt Gerüchte über die Steuerreform gestreut. Nur was sowohl aus SP-als auch VP-Kreisen bestätigt wird, darf ernst genommen werden. Am Dienstag fixiert: Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 10 Prozent, z.B. auf Kinotickets und in Lokalen, steigt.

Die Präsentation der Steuerreform erfolgt schon am Freitag - Betrugsbekämpfung wird mit 1,5 Milliarden Euro eingepreist, eine Reichensteuer "light" mit bis zu 400 Millionen Euro. Eine Milliarde soll über den verstärkten Konsum via Mehrwertsteuer (MWSt) hereinkommen. Wer 2.000 Euro brutto verdient, soll laut "Krone" jährlich etwa 900 Euro weniger Steuern zahlen (3.000 Euro Einkommen: minus 1.300 Euro Steuer).

Wie "Heute" aus Verhandlerkreisen erfahren hat, soll etwa die Mehrwertsteuer auf Kinotickets, Zeitungen, Bücher und Zoobesuche von derzeit 10 Prozent auf 13 Prozent angehoben werden. Für die Gastronomie ist ein Hammer geplant: Die 10 Prozent auf Speisen sollen fallen, dem Regelsatz von 20 Prozent (wie bei Getränken) angeglichen werden.

Würden alle Mehrwertsteuer-Ausnahmen gestrichen, wären laut Finanzministerium 4 Milliarden Euro zu holen; allein 1,1 Milliarden aus Nahrungsmitteln. Aber: "Nicht angerührt werden Ausnahmen, die der Entlastung aller dienen – also Nahrung", sagt ein Mitglied der Expertengruppe zu "Heute".

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