Kaum steht das Essen auf dem Gartentisch, sind sie auch schon da: Wespen. Die schwarz-gelben Insekten werden von Süßem, Fleisch und Obst magisch angezogen. Dabei sind es vor allem zwei Arten, die Menschen beim Essen lästig werden - die Deutsche und die Gemeine Wespe.
Der Grund ist simpel: Wespen suchen je nach Bedarf Zucker oder Eiweiß. Süßes liefert Energie für die erwachsenen Tiere, proteinreiche Nahrung wie Fleisch oder Wurst dient der Versorgung der Brut. Hornissen hingegen sind eher friedlich und interessieren sich normalerweise nicht für Kuchen, Marmelade oder Limonade.
Hektisches Wedeln macht die Lage meist schlechter, meldet chip.de. Auch Anpusten ist keine gute Idee - das Kohlendioxid im Atem wirkt für Wespen wie ein Alarmsignal. Die Tiere fühlen sich dadurch erst recht bedroht und stechen eher zu.
Besser ist Ruhe. Kommt eine Wespe zu nah an das Essen oder das Gesicht, kann sie mit feinem Wassernebel aus einer Sprühflasche vertrieben werden. Die Tiere deuten das als Regen und ziehen sich meist zurück. Das ist deutlich sinnvoller als Schlagen, Pusten oder hektisches Fuchteln.
Ein weiterer Trick: Ablenkfutter aufstellen. Ein kleines Stück überreifes Obst oder etwas Süßes in fünf bis zehn Metern Entfernung lockt die Wespen weg vom Esstisch. Aber Vorsicht: Steht die Ablenkung zu nah, kann sie zusätzliche Wespen anziehen.
Wichtig zu wissen: Wespen und Hornissen sind geschützt. Nester dürfen nicht einfach zerstört oder eigenmächtig entfernt werden. Bei Nestern in Spielbereichen oder bei Allergikern im Haushalt ist die Naturschutzbehörde oder eine sachkundige Wespen- und Hornissenberatung die richtige Anlaufstelle.
Von klassischen Wespenfallen ist im Garten abzuraten. Sie treffen nicht gezielt die störenden Wespen - je nach Standort können auch andere Insekten und sogar geschützte Arten getötet werden.