Westbahn hält künftig am Wiener Hauptbahnhof

Die Westbahn baut die Zahl ihrer Züge massiv aus und hält ab Dezember auch auf dem Wiener Hauptbahnhof.

Die Westbahn nimmt zehn neue Doppelstock-Zuggarnituren in Betrieb. Damit pendeln ab 11. Dezember 17 Züge zwischen Wien und Salzburg, der Stundentakt wird zum Halbstundentakt. Alles zusammen rollen dann ab Wien im Schnitt 64 Westbahn-Züge pro Tag.

Außerdem wird die Westbahn nicht nur den Westbahnhof, sondern ab dem Winterfahrplan auch den Wiener Hauptbahnhof benutzen. Der Winterfahrplan gilt ab 10. Dezember. Eine grüne Westbahn-Linie fährt dann vom Westbahnhof, eine blaue Linie steuert den Hauptbahnhof an.

Neuer Shuttle-Dienst zwischen Bahnhöfen

„Das ist ein wesentlicher Schritt in der Attraktivität der Westbahn", sagte Westbahn-Chef Erich Forster am Freitag bei einem Medientermin. Ab Juni plant die Westbahn außerdem noch einen Shuttle-Dienst zwischen dem Westbahnhof, Wien Meidling und dem Hauptbahnhof.

Die neuen Zuggarnituren, die vom Schweizer Hersteller Stadler geliefert werden und den Namen „Kiss 2" tragen, kosten rund 130 Millionen Euro, ursprünglich war man von 180 Millionen Euro ausgegangen. Vier Züge wurden bisher ausgeliefert, der Rest soll bis Dezember folgen.

Ein Zug mit Sprinter-Qualitäten



Im druckdichten „Kiss2" öffnen jetzt einflügelige Türen, die „Westcafés" wurden mit zwei Kaffeemaschinen und einem Snack-Automaten aufgepeppt und die Internetanbindung wurden optimiert.

Der flotte Zug schafft es in zwei Stunden und zehn Minuten von Wien nach Salzburg, wenn der Fahrplan es erlaubt. Auch die Beschleunigung ist beeindruckend: Nach 500 Metern erreicht die Garnitur bereits runde 100 km/h.

Die Westbahn ist mehrheitlich in Privatbesitz. Der österreichische Industrielle Peter Haselsteiner hält über die Haselsteiner Familienprivatstiftung 49,9 Prozent der Anteile. Zur Finanzierung der neuen Züge wurde eine Kapitalerhöhung von 36,5 Millionen Euro vorgenommen.

(gp)

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