Der 7:1-Sieg von Austria Klagenfurt gegen den ATSV Stadl-Paura (Regionalliga Mitte) aus Oberösterreich steht auf dem Prüfstand.
"Es gibt Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Betrugs rund um das Spiel zwischen Austria Klagenfurt und ATSV Stadl-Paura. Drei Personen werden als Beschuldigte geführt", sagt Tina Frimmel-Hesse bei den Oberösterreichischen Nachrichten.
Die verdächtigen Personen sollen alle von Stadl-Paura stammen: Ein ehemaliger Funktionär soll Spieler zu schlechten Leistungen angestiftet haben, zudem ist mindestens ein Spieler genau unter Lupe. Auch die Kleine Zeitung berichtet von den Untersuchungen.
Obmann Hans Stöttinger sagt bei den OÖN: "Ich sollte mich gar nicht äußern, da alles in der Luft hängt. Ich wurde einvernommen, konnte aber nichts dazu sagen, weil ich absolut nichts damit zu tun gehabt habe. Ich glaube, dass nicht einmal der besagte Funktionär recht viel damit zu tun hat. Trotzdem habe ich ihn danach logischerweise sofort von seinem Posten abgesetzt."
Spieler von Stadl-Paura hätten zudem immer wieder "unmoralische" Angebote erhalten, deswegen haben viele Kicker den Verein verlassen. Der verdächtige Spieler stand seit dem 1:7 keine Minute mehr auf dem Platz.
Klagenfurt beteuert, mit der Sache nichts zu tun zu haben. Geschäftsführer Harald Gärtner erklärt: "Unser Verein steht für fairen, sauberen und ehrlichen Wettkampf und distanziert sich von jeder Form des Betrugs. Wir wurden völlig unverschuldet in dieses unangenehme Thema hineingezogen und wünschen uns eine schnelle, lückenlose Aufklärung durch das Bundeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft."