Wetter

Tauwetter und Sturmböen – so wird das Silvester-Wetter

Eine Warmfront wirft das Wetter völlig um. Zu Silvester steigen die Temperaturen auf bis zu 15 Grad – das bringt einige Unwetter-Warnungen mit sich.
29.12.2021, 17:27

In der Nacht auf Donnerstag zieht von Westen eine weitere Warmfront auf, diese bringt noch mildere Luft. Im Laufe des Donnerstags schiebt sich von Südwesteuropa her das kräftige Hoch Christine in eine blockierende Position und das Wetter beruhigt sich. Bis auf Weiteres bleibt es aber sehr mild für die Jahreszeit. Lediglich der Nordosten wird von der Kaltfront des Tiefs Tobias am Neujahrstag gestreift.

Die Prognose im Detail

In der Nacht auf Donnerstag regnet es zunächst im Westen, später auch im zentralen Bergland kräftig. Dabei greift der Regen auch über den Hauptkamm über und sporadisch muss im Klagenfurter Becken mit gefrierenden Regen gerechnet werden. Besonders in den Staulagen der Nordalpen sind die größten Regenmengen zu erwarten. Vom Bregenzerwald über den Kaiserwinkl bis zur Eisenwurzen kommen zu den gefallenen Mengen noch etwa 15 bis 30 Liter pro Quadratmeter dazu. In den Staulagen des Arlbergs sowie Dachsteins weitere 20 bis 40 Liter. 

Derzeit liegen in den höher gelegenen Täler etwa 20 bis 30 Zentimeter Schnee. Dieser wird aufgrund der milden Luft rasch schmelzen und in Kombination mit den Regenmengen kann es zu Problemen kommen. Kleinere Flüsse können über die Ufer treten und auch die Gefahr von Nassschneelawinen steigt in den kommenden Tagen deutlich an. Auch einzelne Murenabgänge sowie Hangrutschungen sind nicht auszuschließen.

Am Donnerstag fällt an der Alpennordseite zu Beginn noch kräftiger Regen. Tagsüber lässt der Regen generell nach, speziell im östlichen Nordalpenbereich bleibt es aber bis in den Nachmittag hinein unbeständig. Schnee ist nur noch in Hochgebirgslagen ein Thema. Der Wind weht dazu mäßig bis lebhaft aus West bis Südwest und es wird ausgesprochen mild.

36-Stunde-Regensumme ab Mittwochmittag
UBIMET

So wird der Jahreswechsel

Der Freitag, Silvester, beginnt besonders an inneralpinen Flusstälern mit Nebel, der sich zumeist rasch auflöst. Im Süden scheint von der Früh weg die Sonne, nördlich der Alpen ist es bis zum Mittag teils dicht bewölkt. Dazu weht hier teils lebhafter Westwind.

Die Nacht auf Samstag, Silvesternacht, verläuft zunächst oft sternenklar, erst nach Mitternacht ziehen aus Norden dichte Wolken mit ganz vereinzelten Schauern auf. Dazu weht legt der West- bis Nordwestwind im Laufe der Nacht zu, am Alpenostrand und teils auch im östlichen Flachland ist mit Sturmböen zu rechnen.

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Am Samstag, Neujahr, halten sich besonders im Norden und Osten teils kompakte Wolken, vom Mühlviertel bis zur Eisenwurzen sind besonders in der ersten Tageshälfte auch ein paar Regenschauer möglich. Von Vorarlberg bis ins Südburgenland scheint hingegen oft die Sonne, am meisten im Bergland. Im Nordosten weht bis Mittag noch lebhafter bis teils kräftiger Nordwestwind.

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