Wetter

Warnstufe Rot – Schneemassen und Sturm in Österreich

Neue Schneemassen und Böen mit teils Orkanstärke fegen durch das Land. In einigen Regionen wurde Warnstufe Rot ausgegeben, die Lawinengefahr steigt.
06.02.2022, 07:46

Am Sonntag liegt der Alpenraum unter dem Einfluss eines Tiefs namens "Roxana" mit Kern über Skandinavien. Tagsüber bleibt dabei noch leicht föhniger Westwind wetterbestimmend, im Laufe des Abends zieht aus Norden allerdings die kräftige Kaltfront des Tiefs auf.

Die neue Woche beginnt dann unter Tiefdruckeinfluss ausgesprochen unbeständig und teils stürmisch. Am Dienstag zieht an der Alpennordseite zieht eine Warmfront durch, was uns eine ausgesprochen erfreuliche Prognose bringt. Die Details:

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Wind nimmt an Fahrt auf

Der Sonntag bringt vor allem von Tirol bis in die Steiermark zeitweiligen Sonnenschein, an der Alpennordseite und im Osten ziehen dagegen ausgedehnte, hochliegende Wolken durch. Ab dem Nachmittag verdichten sich die Wolken zunehmend und im Mühlviertel beginnt es zu regnen.

Am späten Abend breitet sich der Regen bei kräftig bis stürmisch auffrischendem Westwind auf die gesamte Alpennordseite aus. Die Schneefallgrenze liegt dabei um 1200 m bzw. ganz im Norden bei etwa 900 m.

Warnstufe Rot

In der Nacht auf Montag regnet und schneit es in den Alpen zunehmend kräftig, die Schneefallgrenze sinkt von Norden her auf etwa 600 m ab. In den Hochtälern sind besonders im Arlberggebiet größere Neuschneemengen zu erwarten. Der Wind frischt auch im Westen zeitweise kräftig mit stürmischen Böen aus West- bis Nordwest auf.

Am Montag schneit es in den Alpen anfangs kräftig, im Tagesverlauf gehen weitere Schauer nieder. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 500 und 700 m, aber auch in tieferen Lagen sind lokale Graupelschauer oder -gewitter möglich.

Im östlichen Flachland sowie anfangs auch im Süden ziehen ebenfalls ein paar Schauer durch, im Tagesverlauf zeigt sich hier aber wieder häufig die Sonne. Dazu weht verbreitet kräftiger bis stürmischer und im Süden föhniger Nordwestwind.

Achtung, Gefahr!

Auf den Bergen sind orkanartige Böen zu erwarten, damit muss man neuerlich mit erheblichen Schneeverwehungen sowie einer Verschärfung der Lawinengefahr rechnen!

Weiter Sturm im Osten

In der Nacht auf Dienstag schneit es vom Tiroler Unterland über die Obersteiermark bis an den Alpenostrand noch zeitweise, lokale Schnee- oder Schneeregenschauer ziehen bei kräftigem Nordwestwind aber auch im Osten durch. In der zweiten Nachthälfte lassen die Schauer dann überall langsam nach.

Am Dienstag ziehen im Norden und Osten teils dichte Wolken durch und im Laufe des Tages fällt besonders in Niederösterreich und Wien stellenweise ein wenig Regen, die Schneefallgrenze steigt auf 600 bis 1000 m an. Im Süden sowie tagsüber auch im äußersten Westen kommt hingegen häufig die Sonne zum Vorschein. Der Wind lässt im Westen und Süden nach, vom Mostviertel ostwärts weht dagegen kräftiger Westwind mit teils stürmischen Böen.

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Besserung in Sicht

ABER, und das ist der erfreuliche Teil der aktuellen Prognose: Zur Wochenmitte sorgt Hochdruckeinfluss dann für sonniges und sehr mildes Wetter.