In weiten Teilen Österreichs dominierte seit Winterbeginn am 1. Dezember häufig trockenes Wetter, dementsprechend hat sich bis dato ein mehr oder weniger großes Niederschlagsdefizit aufgebaut. Laut den Wetterexperten der Österreichischen Unwetterzentrale ist nun aber eine Änderung in Sicht, atlantische Tiefs bringen ab Mittwoch den lang ersehnten Regen und Schnee. Dazu kommen bei Temperaturen über der 10-Grad-Marke zum Teil schon erste Frühlingsgefühle auf.
Betrachtet man den meteorologischen Winter (Beginn: 01.12.2025) bisher, so fällt eines sofort auf: Nach gut drei Vierteln der kalten Jahreszeit herrscht landesweit ein großes Niederschlagsdefizit. Gut 50 Prozent an Regen und Schnee fehlen auf das Soll in ganz Österreich. Von Vorarlberg bis zum Mühl- und Mostviertel und zur nördlichen Obersteiermark ist das Minus sogar noch größer. So weisen aktuell St. Anton am Arlberg ebenso wie Radstadt und Weyer exemplarisch ein Defizit von rund 75 Prozent auf. Lokal steuern wir somit sogar auf den trockensten Winter der Messgeschichte zu.
In der kommenden Woche ist aber nun eine grundlegende Änderung in Sicht, die wochenlange blockierende Wetterlage geht zu Ende und die atlantischen Tiefs kommen mit ihren Fronten wieder bis nach Österreich.
Montag und Dienstag zeigen sich noch ziemlich ruhig mit Hochnebel im Flachland und häufigem Sonnenschein in den Alpen. Dazu bleibt es meist trocken, die Temperaturen sind mit 1 bis 10 Grad leicht überdurchschnittlich. Zu dieser Jahreszeit wären in den Landeshauptstädten Tageshöchstwerte von 4 bis 6 Grad normal.
Im Video: Schneefront im Anmarsch – wo Österreich jetzt weiß wird
Am Mittwoch erreicht uns eine erste Front aus Westen mit Regen, die Schneefallgrenze steigt allmählich auf über 1.500 Meter an. Dazu wird es schon milder mit 3 bis 12 Grad. Auch der Donnerstag gestaltet sich im Einflussbereich zweier Tiefs über der Nordsee bzw. Deutschland unbeständig, mit 5 bis 13 Grad erwärmt sich die Luft aber schon auf fast vorfrühlingshaftes Niveau. Zum Wochenende hin erreichen uns aus West- und Nordwesteuropa weiterhin feuchte Luftmassen, besonders im Osten und Südosten kommen dabei die 15 Grad in Reichweite.
Mit der raschen Abfolge von Warm- und Kaltfronten ab Mittwoch bekommen vor allem die Nordalpen eine ordentliche Portion Regen bzw. Schnee ab, die winterliche Dürre wird gelindert oder sogar beendet. Konkret rechnen wir derzeit von Vorarlberg bis zum Mostviertel mit Niederschlagsmengen zwischen 25 und 50 l/m², wobei am Arlberg noch mehr zusammen kommen kann.
In den Tallagen wechseln sich zwar Regen und Schnee ab, für die Skigebiete heißt es aber endlich durchschnaufen. Von Osttirol bis ins Weinviertel halten sich die Mengen kommende Woche dagegen in Grenzen, hier werden nur 5 bis 10 l/m² erwartet.