Österreich

Nach Orkanböen droht nun Hochwasser in Österreich

Heute Redaktion
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Orkanböen mit mehr als 200 km/h haben in Österreich bereits erste Spuren hinterlassen. Doch nun könnten extreme Regenfälle sogar Hochwasser-Alarm auslösen.

Seit dem Wochenende wütet in ganz Österreich ein gewaltiger Sturm. Orkanböen mit mehr als 200 km/h fegen durch die Alpenrepublik und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Auf dem Feuersang bei Bad Gastein wurden sogar 249 km/h gemessen - so viel wie noch nie in Österreich!

In der Bundeshauptstadt Wien weht es derzeit zwar nicht ganz so schlimm, von "windstill" kann man bei Böen von bis zu 90 km/h und mehr aber auch nicht sprechen.

"Dadurch können Dächer abgedeckt werden oder Gerüste und Bäume umstürzen", so UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer. "Lebensgefährliche Bedingungen gibt es auf den Bergen, wo der Föhnorkan mit 140 bis 190 km/h tobt. Vereinzelt, etwa am Patscherkofel, sind sogar 200 km/h möglich."

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Regenfälle bereiten Wetter-Experten Sorgen

Im Westen Österreichs bricht der Föhn spätestens in der Nacht auf Dienstag mit dem Durchzug einer Kaltfront zusammen und die Schneefallgrenze sinkt wieder auf 700 bis 500 Meter.

Doch der gewaltige Sturm ist nicht die einzige Wetter-Lage, die den Experten Sorge bereitet. Denn in den nächsten Tagen könnten heftige Regenfälle für Hochwassergefahr im Land sorgen.

Besonders in Kärnten und Tirol sollen sich dicke Regenwolken zusammenbrauen. Um die 50 Millimeter könnten sich über die Länder ergießen. Stellenweise sind auch 100 bis 150 Millimeter möglich, berichtet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Kälte ab Mittwoch

Durch die großen Regenmengen seien daher Überschwemmungen nicht ganz auszuschließen. Spätestens am Ende der Woche soll es dann auch wieder mit den milden Temperaturen Schluss sein. Bereits am Mittwoch sollen die Höchsttemperaturen nur noch zwischen 1 und 6 Grad liegen. (red)